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Immobilienverband Deutschland (IVD) Immobilienpolitik: Große Koalition ignoriert drei Viertel ihrer Wähler

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble: Der IVD kommt zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Wähler bei der Immobilienpolitik der Bundesregierung kein Gehör findet. Foto: Getty Images

Angela Merkel und Wolfgang Schäuble: Der IVD kommt zu dem Ergebnis, dass ein Großteil der Wähler bei der Immobilienpolitik der Bundesregierung kein Gehör findet. Foto: Getty Images

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79 Prozent der Unions-Wähler und 75 Prozent der SPD-Wähler besitzen eine Immobilie oder haben bereits über den Erwerb nachgedacht. Damit sind mindestens dreiviertel des Wählerklientels der großen Koalition entweder Wohneigentümer oder potentielle Eigentümer. Zu diesen Ergebnissen kommt eine repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Immobilienverbandes Deutschland (IVD). Unter Anhängern von CDU/CSU, SPD und FDP sind die Immobilienbesitzer der Umfrage zufolge mit jeweils 66 Prozent, 59 Prozent und 63 Prozent klar in der Mehrheit. Lediglich 21 Prozent der CDU/CSU-Wähler, 25 Prozent der SPD-Wähler und 11 Prozent der FDP-Wähler besitzen kein Wohneigentum und haben auch noch nicht darüber nachgedacht, sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu kaufen.

„Die Umfrage macht deutlich, dass ein Großteil der Wähler bei der Immobilienpolitik der Bundesregierung kein Gehör findet. Immobilienpolitik wird in Deutschland als reine Mieterpolitik missverstanden und bedient damit ausschließlich eine Minderheit. Mit der derzeitigen eigentümerschädlichen Immobilienpolitik schadet die große Koalition drei Vierteln ihrer eigenen Wählerschaft. Die zahlreichen Erhöhungen von Immobiliensteuern wie der Grunderwerbssteuer, vermieterfeindliche Mietgesetze und immer strengere energetische Vorschriften ohne nennenswerten ökologischen Nutzen sind nur einige Beispiel von vielen", sagt IVD-Präsident Jürgen Michael Schick. „Mit Ausnahme der Schweiz haben wir in Deutschland daher auch die niedrigste Eigentumsquote in ganz Europa. Wir brauchen endlich eine forcierte Eigentumspolitik als Bestandteil einer ganzheitlichen Immobilienpolitik in Deutschland. Dazu gehört zum Beispiel ein Programm zur Förderung von Schwellenhaushalten zum Sprung ins Eigenheim. Gerade in der jetzigen Niedrigzinsphase muss der Staat diesen Haushalten durch gezielte Förderprogramme zur Eigentumsbildung verhelfen", so Schick weiter.