Themen-Experte
Märkte verstehen, Chancen nutzen

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Erwachsenenbildung in Äthiopien (109 Millionen Einwohner): „Analysten räumen Impact-Titeln um ein Drittel höhere Wachstumschancen als globalen Aktien ein“, sagt Eric Rice, Fondsmanager bei Blackrock. | © imago images / photothek Foto: imago images / photothek

Impact-Publikumsfonds von Blackrock

Doppelte Rendite für engagierte Anleger

Anlegern soll der neue Fonds ermöglichen, mit ihren Investments gezielt auf Unternehmen zu setzen, die Lösungen für die großen globalen Herausforderungen entwickeln. Die jüngst aufgelegte Impact-Strategie ist Teil von Blackrocks Initiative, das Angebot an Lösungen für eine nachhaltige Geldanlage zu erweitern. Damit will Blackrock seiner Selbstverpflichtung nachkommen, Nachhaltigkeit als neuen Standard in der Geldanlage zu etablieren.

„Analysten räumen Impact-Titeln um ein Drittel höhere Wachstumschancen als globalen Aktien ein“, beschreibt Fondsmanager Eric Rice den Leitgedanken bei der Entwicklung des Fonds. Und ergänzt: Dem Impact-Universum widmen sich weltweit deutlich weniger Analysten als dem breiten Markt: Wir erzielen die Überrendite, indem wir durch unsere Analysen unterbewertete Titel entdecken, und engagieren uns gleichzeitig für die Ziele der Vereinten Nationen.“

Konzentriertes Portfolio von maximal 60 Titeln

Aus den insgesamt 17 Zielen der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung hat das Fondsmanagement des BlackRock Global Impact Fund eine Reihe von Impact-Themen ausgewählt, die durch die Asset-Allokation im Portfolio abgedeckt werden: Dazu gehören der Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung, bezahlbarer Wohnraum, Innovationen im Gesundheitswesen; um gesellschaftlichen Herausforderungen wie der aktuellen Covid-19-Pandemie besser begegnen zu können, breitere finanzielle und digitale Inklusion, Bekämpfung des Klimawandels, Behebung von Umweltschäden sowie effizienterer Wasserverbrauch beziehungsweise -einsatz. Ein konzentriertes Portfolio von 40 bis 50 Titeln zahlt auf diese Themen ein, ausgewählt aus einem Investment-Universum von 600 Aktienwerten.

„Mit dem vierten UN-Nachhaltigkeitsziel verpflichtet sich die Weltgemeinschaft zu verbesserter Bildung“, erläutert Eric Rice. „Weltweit kann ungefähr jedes sechste Kind keine Schule besuchen. Diese Kinder verfügen nur über rudimentäres Wissen und können oft weder lesen, schreiben noch rechnen lernen. Später üben sie somit nur einen gering qualifizierten Job aus und verdienen häufig sehr wenig Geld. Besonders Kinder, die in Armut leben, können nicht zur Schule gehen, weil ihren Eltern das Geld für den Unterricht und die Schulmaterialien fehlt“, will Rice für die Problematik sensibilisieren.

Unter anderem auch für das 17. UN-Nachhaltigkeitsziel („Umsetzungsmittel stärken und die globale Partnerschaft für nachhaltige Entwicklung mit neuem Leben erfüllen“) macht sich Blackrock stark: Ziel ist es, dass sich globale und lokale Partnerschaften gegenseitig unterstützen, um eine nachhaltige Entwicklung voranzutreiben. „Ziel 17 wird gestützt von der Zusammenarbeit, dem gegenseitigen Respekt und den gemeinsam getragenen Werten zur Erreichung der Ziele. Dieses Ziel umfasst sowohl finanzielle, technologische, als auch wirtschaftliche und institutionelle globale Rahmenbedingungen“, skizziert Rice die entsprechende Rolle von Blackrock. „Private Investitionen fließen häufig nicht in die nachhaltige Entwicklung. Doch im Hinblick auf die heutigen Herausforderungen ist eine enge und internationale Zusammenarbeit fundamental. Eine gute Vernetzung ist effektiv gegen Armut und stellt sicher, dass Länder die nötigen Mittel zur Verwirklichung der Ziele haben.“

Aufwendiger Auswahlprozess

Unter drei Bedingungen schaffen es einzelne Aktientitel ins Portfolio: Zum einen müssen wesentliche Komponenten des Geschäftsmodells dazu beitragen, die SDGs voranzubringen. Zum anderen muss das Unternehmen in seinem jeweiligen Marktsegment Alleinstellungsmerkmale haben. Und drittens muss das Unternehmen einen messbaren Impact vorweisen können.

„Bei der Aktienauswahl achten wir auf gute Unternehmensführung, dauerhafte Kosten- und Qualitätsvorteile, eine schwer angreifbare Marktposition aber auch auf möglicherweise von den Analysten unterschätztes langjähriges Wachstumspotenzial“, umreißt Rice den Ansatz, dessen Erfolg er als Architekt eines der ersten Impact-Fonds mit hervorragendem TrackRecord bereits unter Beweis gestellt hat.

Überprüft werden die Unternehmen, die in die engere Wahl kommen, „durch Gespräche mit der Unternehmensführung, ESG-Analysen, unabhängige Beurteilungen und das Durchspielen von Entwicklungsszenarien“, so Rice.

Zu den drei größten Länderpositionen im Portfolio gehören die USA mit 55 Prozent, gefolgt von den Niederlanden (16 Prozent) und Japan (5 Prozent). Zu den Top-10-Positionen zählen der kenianische Mobilfunknetzbetreiber Safaricom mit einer Gewichtung von 4 Prozent, der japanische Gebäudeentwickler Katitas Ltd (3,5 Prozent), der US-amerikanische Medizintechnikhersteller Boston Scientific Corp (3,4 Prozent), aber auch die indonesische Bank Rakyat Indonesia (Persero) auf Platz 7 mit 3,1 Prozent Gewichtung.

Auf Impact-Strategien spezialisiertes Team

Neben Eric Rice kümmern sich sechs weitere Blackrock-Mitarbeiter um den aktiv gemanagten Publikumsfonds mit Impact-Strategie. Rice verfügt über 30 Jahre Erfahrung in der Branche und ist seit Oktober 2019 bei Blackrock in der Pflicht. Zuletzt hat er ausschließlich Impact-Strategien entwickelt und gemanagt. Zuvor war er als Entwicklungsökonom für die Weltbank tätig und arbeitete als US-Diplomat in Ruanda.

Das Team strebt eine langfristig ausgerichtete, konzentrierte Buy-and-Hold-Strategie mit geringem Portfolioumschlag an. Als Ertragsbringer für die Überrendite setzt das Fondsmanagement auf Exposure gegenüber innovativen Themen mit langfristigen Wachstumsperspektiven und Portfoliodiversifikation. Neben den Impact-Zielen soll der Fonds eine bessere Wertentwicklung als der MSCI All Country World Index (ACWI) erreichen. Somit erzielen die Anleger neben den ökonomischen Vorteilen einen messbar positiven Effekt für die Gesellschaft und unseren Planeten.

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