Holger Schröm, Vertriebsdirektor bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt

Holger Schröm, Vertriebsdirektor bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt

Income

Ausschüttungen, wenn die Aktienmärkte schwächeln

Die Verbraucher kaufen, was das Zeug hält: Im Jahr 2013 stiegen die Konsumausgaben der Bundesbürger auf 1,57 Billionen Euro. Nie ist die Kauflust der Deutschen bislang höher gewesen. Aber warum auch sparen? Auf dem Sparbuch gibt es schließlich keine nennenswerten Zinsen.

An der Börse hat die wirtschaftliche Erholung und der Niedrigzins bekanntlich längst für einen Kaufrausch gesorgt: Dass der Dax im vergangenen Jahr um 25 Prozent zulegte, lag vor allem daran, dass ihm Interesse von einer ungewohnten Seite zuteil wurde.

So waren diejenigen, die ihr Kapital sonst bevorzugt in Anleihen solider Staaten anlegen, förmlich gezwungen, sich nach Alternativen umzuschauen. Während im Jahr 2007 die Rendite von Staatsanleihen trotz eines überschaubaren Risikos weit oberhalb der Inflationsrate lag, notiert sie mittlerweile nur knapp darüber. Oder – wie im Fall fünfjähriger Bundesanleihen – sogar darunter.

Dabei gilt es an der Börse nicht nur, eine Performance knapp oberhalb der Inflationsrate zu erzielen, um keinen Kaufkraftverlust zu erleiden. Generell ist eine Rendite von rund 4 Prozent nötig, damit nach dem Abzug nicht nur der Inflation, sondern auch der Steuern ein positiver Ertrag übrig bleibt.

Was, wenn die Aktienmärkte schwächeln?

In Zeiten, in denen der Aktienmarkt wie im vergangenen Jahr nach oben marschiert, hören sich diese 4 Prozent nicht nach einer strapazierten Forderung an. Doch wie sieht es in Phasen aus, in denen die Aktienmärkte schwächeln? Dass das passieren kann, haben Anleger zuletzt in den Jahren 2007 und 2011 schmerzhaft zu spüren bekommen.

Solche Überlegungen dürften auch ein Grund dafür sein, warum Mischfonds – bei denen Aktien gleichwohl fester Bestandteil sind – im vergangenen Jahr deutlich in der Anlegergunst gestiegen sind. Allein im Jahr 2013 investierten hiesige Sparer mehr als 18 Milliarden Euro (Quelle: BVI) in die sogenannten Multi-Asset-Lösungen.

Doch: Mischfonds ist nicht gleich Mischfonds. Setzt die eine Strategie in erster Linie auf den Kapitalerhalt (inklusive Inflationsschutz), setzen andere wiederum auf Ausschüttungen (Income), wieder andere priorisieren den Kapitalzuwachs.

Insgesamt sollte die zunehmende Popularität von Produkten mit Fokus auf regelmäßigen Erträgen weiter anhalten, da die Zinsen auf Dauer erst einmal niedrig bleiben dürften.

Mit flexiblen Multi-Asset-Fonds, die weltweit in unterschiedlichen Anlageklassen nach attraktiven Ertragsquellen Ausschau halten, haben Anleger die Chance auf eine jährliche Ausschüttung, mit der sie einen positiven realen Ertrag erzielen können und darüber hinaus an möglichen Kursgewinnen partizipieren können.

Mit einem breit diversifizierten Portfolio, das neben dividendenstarken Aktien weitere ertragreiche Anlageklassen wie Hybrid- und Wandelanleihen, hypothekengesicherte Papiere sowie Hochzins- und Schwellenländeranleihen beinhaltet und flexibel gemanagt wird, sind Anleger gegen etwaige Kursverluste gut gewappnet und können mit einem angemessenen Risiko eine attraktive Rendite erhalten, damit sich ihre Kaufkraft verstätigt und somit ihre Kauflaune ungebrochen anhalten kann.

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