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Maya Bhandari managt den Threadneedle Global Multi Asset Income (ISIN: LU1297908730) | © Columbia Threadneedle

Income-Fondsmanagerin im Gespräch „Wie wollen Sie denn 5 Prozent erreichen, Frau Bhandari?“

Im Vergleich zur Konkurrenz schneidet Ihr Threadneedle (Lux) Global Multi Asset Income Fund sehr gut ab. Allerdings liegen Sie etwas hinter Ihrem Vergleichsindex.

Maya Bhandari: Wir haben gar keinen Vergleichsindex.

Die Agentur Morningstar hat Ihnen einen zugeteilt.

Bhandari: Für uns intern haben wir keine Benchmark definiert, um größtmögliche Anlagefreiheiten zu genießen. Der Fonds ist auf Einkommen ausgerichtet. Er soll jährlich 5 Prozent ausschütten und dabei geringer schwanken als ein reines Aktienportfolio. Dafür können wir zwischen 40 und 60 Prozent in Aktien halten und Anleihen jedweder Art in derselben Spanne. Außerdem können wir für bis zu 30 Prozent des Portfolios Covered Calls schreiben.

Quelle: Morningstar, eigene Berechnung

Der Threadneedle (Lux) Global Multi Asset Income

ISIN: LU1297908730 (Euro-Tranche), LU0640488994 (Währungsgesicherte Euro-Tranche)

Auflegung: 18. September 2012

Volumen: 245 Millionen Euro

Top-5-Anlageklassen

  • Hochzinsanleihen: 41,7 Prozent
  • Aktien Nordamerika: 21,0 Prozent
  • Aktien Europa (ex UK): 8,2 Prozent
  • Aktien UK: 7,1 Prozent
  • Aktien Schwellenländer: 5,6 Prozent

Damit stellt man Aktien für einen höheren Kurs als den aktuellen in einem begrenzten Zeitraum zum Verkauf und kassiert dafür eine Prämie.

Bhandari: So ist es. Mir ist kein Index bekannt, der eine solche Anlagestrategie widerspiegelt und somit angemessen wäre. Woran ich die Leistung des Fonds in erster Linie messen würde, sind die 5 Prozent Ausschüttung im Jahr. Dieses Ziel haben wir bisher immer übertroffen – und zwar ausschließlich aus generiertem Einkommen, denn an die Substanz des Fondsvermögens gehen wir nicht. Zudem lag die Volatilität weniger als halb so hoch wie bei Aktien.

Ärgert es Sie, dass Morningstar Ihnen dann einfach eine Benchmark aufdrückt?

Bhandari: Ich wusste gar nicht, dass das der Fall ist. Ich kann mir das gerne mal ansehen und mir dann eine Meinung bilden.

Wie sind Sie zurzeit aufgestellt?

Bhandari: Wir haben Aktien mit 46 Prozent und Anleihen mit 49,5 Prozent gewichtet. Dabei halten wir größere Positionen in europäischen Hochzinsanleihen und Schwellenländeranleihen, sowohl in Hartwährungen als auch in lokalen Währungen.

Verdienen Hochzinsanleihen ihren Namen in Europa überhaupt noch? Schließlich enthält er die Worte hoch und Zins.

Bhandari: Ich betrachte die Positionen in unserem Portfolio nicht nur im Hinblick auf die Rendite, sondern auch in Bezug auf das Risiko. Und das hat sich bei europäischen Hochzinsanleihen eindeutig verbessert. Nichtsdestotrotz sind die Renditen gesunken, wie Sie schon andeuteten.

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