Indexfonds

Die Erholung Europas bestätigt sich am ETF-Markt

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Das Vertrauen der Investoren in die Erholung der Industrienationen bestätigt und erhöht sich: Im Juni 2015 gab es die höchsten Zuflüsse bei europäischen ETFs in die Eurozone und insbesondere nach Deutschland, berichtet Amundi Asset Management in seinem letzten Monthly Net Flows Review. Deutsche Aktien alleine bekamen 1174 Milliarden Euro, 1173 Milliarden flossen in die gesamte Eurozone.
Die lockere Geldpolitik Japans scheint auch Früchte zu tragen, denn der Appetit auf japanische Aktien stieg seit Anfang 2015 mit insgesamt 2093 Milliarden Euro Zuflüssen. Die USA sind für Investoren immer noch bei Aktien sowie Staatsanleihen attraktiv, trotz eines schwachen Erstquartals (- 0,7 Prozent  Wachstum).
Was Staatsanleihen anbetrifft, verzeichneten europäische und britische Titel im Juni wieder Zuflüsse, vor allem wegen größerer Verluste in den Schwellenländern. Auch vor dem chinesischen Börsenkrach zeigten sich im letzten Monat auf den asiatischen Märkten Schwächen, die Investoren dazu führten, nach sicheren – europäischen beziehungsweise amerikanischen – Anlageregionen zu suchen. Staatsanleihen aus den Schwellenländern bleiben immer noch im Durchschnitt seit Anfang 2015 attraktiver als Titel aus Industrieländern. Wenn Risiken in den Emerging Markets aber weiter steigen sollten, könnte diese Tendenz anhalten und die Gewichtung auf Staatsanleihen aus Europa, Japan und den USA ändern.

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