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Indexfonds

Staatsfonds fordert ETF-Regulierung

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Der norwegische Staatsfonds möchte börsengehandelte Indexfonds (ETFs) regulieren. Denn mit der zunehmenden Verbreitung dieser Anlageform wachse auch ihr Einfluss auf die zugrundeliegenden Wertpapiere und damit das Risiko, sagte Oeyvind Schanke, der Chefinvestor von Norges Bank Investment Management in einem Gespräch mit Bloomberg News am Rande einer Veranstaltung in Katar. Der Vermögensverwalter ist für den mit 860 Milliarden Dollar verwaltetem Vermögen weltgrößten Staatsfonds verantwortlich.

Insbesondere die Interaktion zwischen den Futures an den Terminmärkten und den von ETF abgebildeten Wertpapieren nehme derzeit zu: "Wir benötigen vermutlich ein Regelwerk, um diese Interkonnektivität zu regulieren", sagte Schanke. Im Falle des norwegischen Staatsfonds werde inzwischen vermehrt in Blocks gehandelt, mit dem Ziel, die Investmententscheidungen vor anderen Marktteilnehmern zu verschleiern, die sie möglicherweise vorwegnehmen könnten. Laut Schanke sind auf diese Weise seit 2013 die Kosten um 50 Prozent gefallen.

ETFs sind spätestens seit einer kurzen panikartigen Handelsphase an den US-Börsen am 24. August mit Verlusten von etwa 1,2 Billionen Dollar an Marktkapitalisierung in das Blickfeld geraten. In der Finanzbranche zählen ETF mittlerweile zu den gefragtesten Produkten; das Volumen der börsengehandelten Fonds hat sich in den letzten zehn Jahren nahezu versiebenfacht. Als Hauptgründe für die zunehmende Attraktivität werden von Anlegern die Transparenz, die unproblematische Handelbarkeit und die im Vergleich zu traditionellen Fondsprodukten geringeren Gebühren genannt.

Schanke sprach sich in Katar überdies für ein Verbot der so genannten Co-Location aus, bei der sich Hochfrequenzhändler mit ihren Computerservern in geographischer Nähe der Server von Börsenbetreibern befinden, um einen Zeitvorteil bei ihren Transaktionen nutzen zu können. "Unserer Ansicht haben die Behörden hier über viel zu lange Zeit ein Problem übersehen", sagte er.

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