Pflegeheimbewohner mit Altenpfleger. Foto: Imago / photothek

Infinma-Studie

Markt für Pflegerenten schrumpft

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Das Thema Pflegeversicherung wird künftig für immer mehr Deutsche zum Thema. Dennoch ist das Angebot an entsprechenden Vorsorgeprodukten rückläufig, heißt es in der Studie „Marktstandards in der Pflegerentenversicherung“ des Instituts für Finanz-Markt-Analyse (Infinma).

Demnach hat sich die Zahl der untersuchten Anbieter von Pflegeversicherungen in den vergangenen fünf Jahren von 20 auf neun reduziert, die Anzahl der Tarife sank von 61 auf 39. Das Institut weist zudem darauf hin, dass zwei der Anbieter auch Produktgeber für vier weitere Absicherungsmodelle sind.

18 Bewertungskriterien
Infinma untersucht seit 2012 den Markt für Pflegerenten und hat für die jüngste Untersuchung die Regelungen der Tarife unter die Lupe genommen. Als Marktstandard legt das Institut diejenigen Ausprägungen fest, die von den Anbietern am häufigsten verwendet werden. Diese seien wie ein Branchendurchschnitt zu werten, heißt es von Infinma.

Für die aktuelle Studie wurden 18 Bewertungskriterien festgelegt, darunter die Meldefristen und den Leistungsbeginn. Als Rating will das Institut seine Analyse nicht verstanden wissen und veröffentlicht weder die Namen der Anbieter noch die Tarifbezeichnungen.

Auslandsleistungen lassen zu wünschen übrig
Der Studie zufolge bieten die Versicherungsleistungen teils Anlass zu Kritik: So beinhalten 85 Prozent der Tarife trotz eines weltweiten Versicherungsschutzes keine Rentenzahlungen außerhalb der EU an, 74 Prozent übernehmen keine Übernachtungs- und Reisekosten für die erforderliche Zwischenuntersuchung.

Die Infinma-Studie „Marktstandards in der Pflegerentenversicherung“ kann hier heruntergeladen werden.

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