Inflation

Deutsche Anleger erwarten Geldentwertung von 3 Prozent

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Deutsche Anleger rechnen über die nächsten fünf Jahre mit einer Geldentwertung von etwa 3 Prozent. Das hat eine Studie der Vermögensverwaltung M&G in Zusammenarbeit mit dem Markforschungsinstitut You Gov ergeben. „Im europäischen Vergleich sind das zusammen mit Österreich die höchsten Werte“, sagt Anthony Doyle, Investment Director bei M&G Investments. Auf ein Jahr gesehen erwarten die Deutschen nur eine Teuerungsrate von etwa 2 Prozent.

Aktuell (Mai) liegt die Inflation in Deutschland bei Plus 0,7 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Im vergangenen Jahr stiegen die Preise zum Vorjahr um 0,9 Prozent. Vierteljährlich ermittelt die Studie die öffentliche Meinung zur Inflationsentwicklung in sieben europäischen Ländern (Österreich, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Schweiz und Großbritannien), Hongkong und Singapur.

Neben der Inflationserwartung ermittelt die Umfrage unter anderem auch das Vertrauen in die Notenbanken. Dabei sei überraschend, dass die Schweizer, trotz Freigabe des Franken, mehrheitlich davon überzeugt sind, die eigene Zentralbank könne langfristig Preisstabilität gewährleisten, meint Doyle. Dieses Vertrauen sei in Deutschland deutlich geringer. Nicht einmal jeder Dritte glaube daran. Schlechter sehe es nur in Österreich, Frankreich und Spanien aus.

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