Gute Nachricht für Hauskäufer Inflation gibt fremdfinanzierten Immobilien Rückenwind
Auch Luxusimmobilien können in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zum Bumerang werden, wenn – wie gerade in Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und Hamburg zu beobachten – die Nachfrage drastisch sinkt, weil die Krisenparameter auch bei den Gutverdienern ankommen. Der hohe Kredit muss auch bei schleppender Nachfrage bedient werden.
Stimmen die Gegebenheiten, lohnt sich das Investment
Solide Mittelklassewohnungen in Städten mit positiver demografischer Entwicklung und einer florierenden Wirtschaft gehören dagegen definitiv ins „Relevant Set“. Weist der Standort zudem eine hohe Wohnungsnachfrage auf, ist auch mit soliden Mietpreisen zu rechnen. Die Zinswende spielt Immobilieninvestoren hier zusätzlich in die Hände. Einerseits ist der Traum von den eigenen vier Wänden für viele Menschen angesichts hoher Kreditzinsen geplatzt. Andererseits werden zahlreiche Bauprojekte storniert – der Neubau hat eine Vollbremsung hingelegt. Der Mietmarkt ist also sowohl mit einer steigenden Nachfrage als auch mit einem geringeren Angebot konfrontiert. Unter dem Strich bedeutet das eine steigende Mietrendite.
Ein ganzes Jahrzehnt kannten die Preise für Immobilien nur eine Richtung: nach oben. Verlockend war die Idee, mal eben eine Immobilie zu kaufen und Monate später renditeträchtig wieder abzustoßen. Und viele sind ihr gefolgt und konnten eindrucksvolle Gewinnmargen erzielen. Immobilien wurden von Investitions- zu Trading-Objekten.
Doch nun ist die Zinswende da. Noch konnten die Leitzinsanhebungen der Europäischen Zentralbank (EZB) der Inflation nicht Paroli bieten. Wer jetzt vor einer Umschuldung steht, muss sich mit dem neuen Zinsniveau arrangieren – oder verkaufen und eventuell Preisabschläge in Kauf nehmen. Aktuell kommt es bereits in einigen Regionen zu spürbaren Preisrückgängen.
Wer, statt zu spekulieren, die Immobilie als langfristige Anlage versteht, kann auch in solchen Phasen gelassen bleiben. Betongold wird auch in Zukunft seinem Ruf gerecht – gewohnt wird schließlich immer und die Wohnungspreise sind langfristig noch immer gestiegen.
Über den Autor:
Daniel Preis ist Vertriebschef beim Immobilienanlagen-Anbieter Domicil Real Estate Group aus München.