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Inflation im Anmarsch Wenn die Fed die Märkte flutet

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Diesmal könnte die Wirtschaftsleistung zweistellig einbrechen. Der Höhepunkte der Finanzkrise war die Pleite von Lehman Brothers am 15. September 2008. Finanzminister Henry Paulson schnürte damals ein Rettungspaket um den Banken bis zu 700 Milliarden Dollar an Hypothekenanleihen und sonstige notleidende Vermögenswerte abzukaufen. Peanuts zu den aktuellen Rettungsmaßnahmen in Höhe von zwei Billionen US-Dollar.

Wann erreicht uns der Tsunami der Inflation?

Diese Gelddruckorgie muss irgendwann zwingend zur Inflation führen, da das Geld auch direkt an die Wirtschaftsakteure, Unternehmen und Privathaushalte, weitergereicht wird, welche das Geld für den Konsum und zur Investition ausgeben werden. Die Frage ist, ob die Geldentwertung schnell eintritt oder ob es vorher noch eine deflationäre Phase geben wird. Aufgrund der Tatsache, dass die Bevölkerung erstmal zu Hause bleiben muss und die allgemeine Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Corona-Krise führen zu einem massive Nachfragerückgang. Aktuell wird kaum konsumiert und investiert, Geld wird gehortet. Dies führt zunächst zur Deflation. Normalisiert sich die Situation und das Pendel schlägt um, trifft eine sehr hohe Nachfrage auf ein geringes Angebot. Produktionsketten müssen erst hochgefahren werden. Dies wird die Preise massiv steigen lassen. Dann kommt es zur Inflation, die Kaufkraft des Geldes schmilzt wie das Eis in der Sonne.

Sachwerte gegen Geldentwertung

In Phasen höher Inflation helfen Sachwerte wie Aktien, Immobilien und Gold die Kaufkraft zu erhalten. Geldwerte wie Cash, Versicherungen oder Anleihen sind in diesem Szenario die Verlierer. Der starke Kursrückgang an den Börsen bietet gute Einstiegsmöglichkeiten für mittel- bis langfristig orientierte Anleger. Wir setzen bei der Aktienauswahl hauptsächlich auf „Burggrabenunternehmen“, die robuste und kalkulierbare Geschäftsmodelle haben, und aktuell teilweise deutlich unter Eigenkapital zu kaufen sind. Bei manch gutem Unternehmen zahlen Anleger mittlerweile nur noch 80 Cent für einen Euro. Die Kaufkraft wird in den nächsten Jahren sinken. Wirken Sie diesem intelligent entgegen und legen Sie Ihr Geld mit Inflationsschutz in Sachwerte an, bevor es zu spät ist!

Über den Autor:
Guido vom Schemm ist seit August 2018 geschäftsführender Gesellschafter bei der Vermögensverwaltung GVS. Bereits seit Oktober 2011 ist er dort Kapitalmarktstratege.

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