Inflation statt Deflation: Höhe der Geldentwertung bleibt offen

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Jon Shayne alias Merle Hazard ist ein komischer Kauz. Im Berufsleben ist der Vermögensverwalter aus Nashville im US-Bundesstaat Tennessee für 120 Millionen Dollar verantwortlich. Nebenher trifft er als Countrysänger Merle Hazard im beigen Elvis-Kostüm den richtigen Ton zur Krise und kann auch noch ganz passabel singen. Mit „In the Hamptons“ im Takt von „In the Ghetto“ nahm er sich den Schicksalen gescheiterter Investmentbanker und Hedge-Fondsmanager an. Das dazugehörige Video auf Youtube machte Shayne zum gefragten Krisenkommentator für „Barron’s“, die „New York Times“, „Newsweek“ und die großen US-Fernsehsender. Japan oder Simbabwe? Jetzt hat der singende Moneymaker nachgelegt. Die Refrainzeile seines neuen Hits „Deflation or Inflation“ bringt das derzeitige Dilemma der Weltwirtschaft und der Zentralbanken auf den Punkt: „Werden wir Simbabwe, oder werden wir Japan?“ Um eine Deflation wie im Japan der 90er Jahre zu verhindern, hat in den vergangenen Monaten allein die amerikanische Notenbank Fed billionenschwere Hilfsprogramme auf den Weg gebracht. Zwar erwartet derzeit als Folge kaum jemand ernsthaft eine Hyperinflation, die im afrikanischen Simbabwe bei zeitweise über 100.000 Prozent lag. Doch ein mulmiges Gefühl bleibt. „Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera“, sagt Thomas Mayer. Dem Europa-Chefvolkswirt der Deutschen Bank ist allerdings die Cholera-Inflation lieber: „Die Chance, sie zu überleben, ist größer.“ Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe von DAS INVESTMENT (Juli 2009). Dort lesen Sie, welche Investments vor einer hohen Inflation schützen oder von ihr profitieren.  
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