Inflationsbesicherte Anleihen 10 Vermögensverwalter erklären: Diese Investments schützen vor Inflation

Thomas Freiberger, Thomas Freiberger Vermögensverwaltung GmbH, Maitenbeth

„Wir raten im gegenwärtigen Realzinsumfeld von inflationsgeschützten Anleihen (treasury inflation-protected securities) ab. Denn diese TIPS schützen zwar vor unerwarteten Sprüngen in der Inflationsrate, sichern jedoch Veränderungen des Realzinsniveaus nicht ab.

Viele TIPS-Fonds besitzen eine lange Laufzeit ihres Anleihebestandes. Dies kann zusätzlich das Realzinsänderungsrisiko verstärken. Weiterhin sind die meisten TIPS europäischer Prägung französischen Ursprungs. Aufgrund Änderungsrisiken in der Eurozone würden wir diesen Länderschwerpunkt vermeiden.

Also: Hände weg von TIPS!“

Die Preise in Deutschland ziehen wieder an. Bereits zum Ende 2016 stieg der Verbraucherpreisindex, der die Entwicklung der privaten Verbrauchsausgaben gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hierzulande anzeigt. Damit steigt auch der Bedarf nach renditeträchtigen Geldanlagen.

Die Grafik zeigt die Entwicklung der Inflationsrate (äußerer Balken, orange) in Deutschland in den Jahren 1999 bis 2016. Die Geldentwertung drückt auf die Realzinsen deutscher Sparer, die näherungsweise als Differenz von Nominalzins und erwarteter Inflationsrate errechnet wird.

Bei den hier dargestellten Leitzinsen der Europäischen Zentralbank (innerer Balken, rot) handelt es sich jeweils um eine Durchschnittsberechnung für das ganze Jahr. Der Datenlieferant Statista hat hierfür die einzelnen Leitzins-Werte, die innerhalb eines Jahres galten, gemittelt. Es wurde dabei auch die Länge der Gültigkeit der jeweiligen Zinssätze berücksichtigt.

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