ING legt Klimawandelfonds auf

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Nun macht auch ING Investment Management den Klimawandel zum Anlagethema: Der neue Aktienfonds ING (L) Invest Climate Focus investiert in Unternehmen, die Technologien zur Begrenzung des Klimawandels und seiner Folgen entwickeln. Dazu zählen Erzeuger umweltfreundlicher Energien mit niedrigem Kohlendioxid-Ausstoß, Hersteller von Energiesparprodukten und Wasseraufbereiter. 

Für das Management sind INGs Leiterin für Energie- und Versorgeraktien, Maud van der Salm, und Frederic van Parijs verantwortlich. Gemeinsam mit 30 Branchenspezialisten analysieren sie ein Anlageuniversum von rund 750 Unternehmen. Diese müssen drei Kriterien erfüllen, um in die engere Wahl zu kommen: Ihre Marktkapitalisierung muss mindestens 100 Millionen US-Dollar betragen. Außerdem müssen mindestens 20 Prozent ihrer Erträge aus umweltfreundlichen Energien, Energiesparprodukten oder der Wasseraufbereitung stammen. Erträge aus dem Kernenergiegeschäft dürfen höchstens 30 Prozent ausmachen. 

Derzeit überstehen etwa 370 Unternehmen diesen Vorfilter. Von diesen analysieren die Manager Fundamentaldaten wie die Unternehmensfinanzen und die Kurs-Gewinn-Verhältnisse der entsprechenden Aktien. Am Ende kommen etwa 50 bis 70 Aktien ins Portfolio. Die meisten Werte stammen derzeit aus Europa (57 Prozent) und Nordamerika (30 Prozent). Bei dem überwiegenden Teil (42 Prozent) handelt es sich um Schwergewichte mit mindestens 5 Milliarden US-Dollar Marktkapitalisierung. Kleine Unternehmen mit weniger als einer Milliarde US-Dollar Marktkapitalisierung machen 36 Prozent des Portfolios aus, der Rest liegt dazwischen. 

Der Fonds hat einen Ausgabeaufschlag von maximal 3 Prozent. Die Verwaltungskosten betragen pro Jahr 1,5 Prozent. Die ISIN wollte ING auf Anfrage von DAS INVESTMENT.com nicht mitteilen, da der Fonds noch nicht in Deutschland vertrieben werden darf. Allerdings hat die Gesellschaft die deutsche Vertriebszulassung bereits beantragt.

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