Tobias Klein, Gründungspartner der inhabergeführten Holding von FP Investment Partners: Das Multi-Boutiquen-Netzwerk will kleinen Investmentteams aus der Nische unter die Arme greifen. | © First Private Foto: First Private

Inkubator für Nischen-Investmentteams

First Private IP gründet Multi-Boutiquen-Netzwerk

First Private Investment Management (First Private) gründet das Multi-Boutiquen-Netzwerk FP Investment Partners. Ziel sei es, institutionellen Investoren einen effizienten Zugang zu gesuchten alternativen Anlageklassen zu ermöglichen. Zugleich will der Frankfurter Fondsinitiator mit dem Netzwerk aufstrebende Investmentteams fördern, die in ihrem Segment führend sind. Dazu übernimmt FP Investment Partners wesentliche Leistungen in Vertrieb, Marketing, Fondsauflage und Regulierung. Zudem sollen die Partner aus Kooperationen in den Teildisziplinen Research, Datenerhebung und Produktentwicklung einen Vorteil ziehen. Die Boutiquen-Partner seien unabhängige, spezialisierte Teams mit klarer Ausrichtung und ausgeprägten Überzeugungen. Derzeit biete die Plattform Zugang zu Quant-Investing, Infrastruktur und Hedgefonds an.

Mit Gründung des Netzwerks will man eine Antwort auf den Konsolidierungsdruck in der Asset-Management-Branche liefern. Kleinere und spezialisierte Player seien gesucht wie nie zuvor, würden aber an potenziellen Markteintrittsbarrieren oder den nötigen Startvoraussetzungen scheitern, sagt Tobias Klein, Gründungspartner der inhabergeführten Holding von FP Investment Partners. FP Investment Partners versteht sich deshalb als Inkubator für junge, selbständige Investmentteams. „Für Investoren wird es künftig entscheidend sein, auf erfolgreiche Nischen-Player zurückgreifen zu können, um im umkämpften Niedrigzinsumfeld bestehen zu können“, so Richard Zellmann, Geschäftsführer von FP Investment Partners und Partner der Holding, verantwortlich für Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung sowie die Koordination des Boutiquen-Verbunds.

FP Investment Partners sei keine hierarchische Organisation, sondern versteht sich als ein Verbund, dessen Partner auf Augenhöhe strategisch miteinander kooperieren. Die Boutiquen blieben vollständig autonom. Dennoch sagt Klein: „Da wir eine langfristige Zusammenarbeit anstreben und vom strategischen Mehrwert unserer Partner überzeugt sind, wollen wir uns als inhabergeführte Holding im besten Fall auch durch Minderheitsbeteiligungen an den Partner-Boutiquen beteiligen.“

Die potenziellen Boutiquen seien zwar neu am Markt, jedoch keine Start-ups im klassischen Sinne. Die Gründer- und Managementteams könnten bereits erfolgreiche Track-Records im institutionellen Asset Management vorweisen und seien Experten oder Pioniere auf ihrem Gebiet. Jüngster Partner ist beispielsweise der Hedgefonds-Berater Resonanz Capital mit bereits 2,7 Milliarden Euro Assets under Management. Eigenen Angaben zufolge laufen bereits Gespräche mit weiteren Investmentboutiquen.

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