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Nachhaltige Alternativen Wie Zukunftstechnologien die Natur retten können

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Die RNA dient als Übermittler beziehungsweise Botenstoff in allen lebenden Organismen auf der Erde und sorgt dafür, dass die genetischen Informationen in der einzelnen Zelle umgesetzt werden. Dank eines natürlichen Mechanismus, der RNAi, können bestimmte Gene zielgerichtet ausgeschaltet werden. Das nutzt die Biowissenschaft für die Schädlingsbekämpfung: Auf Basis von RNAi lässt sich äußerst präzise gegen bestimmte Schädlinge vorgehen, ohne andere Insekten und die biologische Vielfalt zu beeinträchtigen.

Diese biologischen Alternativen sind ebenso wirksam sowie kostengünstig wie chemische Lösungen und auch in den nötigen Größenordnungen herstellbar. Außerdem sind sie sicher. Bislang werden sie allerdings nur in geringem Umfang kommerziell genutzt. Die Produktion muss ausgeweitet werden, um entsprechende Wirkung entfalten zu können.

Papier aus Abfall – geht das?

Die Abholzung der Wälder ist eine der wichtigsten Ursachen für den Verlust der biologischen Vielfalt. Auf der UN-Klimakonferenz 2021 (COP26) haben sich viele Nationen gemeinsam dazu verpflichtet, die weltweiten Bemühungen zur Beendigung der Entwaldung voranzubringen. Das gilt auch für eine Reihe von Unternehmen. Dennoch wächst das Problem. Im brasilianischen Amazonasgebiet war die Entwaldungsrate in der ersten Hälfte dieses Jahres höher als jemals zuvor. Angesichts des jüngsten Wechsels in der brasilianischen Staatsführung steigen die Hoffnungen auf konkrete Fortschritte.

Die Rodungen dienen in erheblichem Maße der Landgewinnung für landwirtschaftliche Zwecke. Daneben spielen andere kommerzielle Gründe eine Rolle. Die Agrarindustrie nutzt beispielsweise Holzfasern in der Papierproduktion und zur Herstellung von Viskose. Innovative Technologien der nächsten Generation gehen die systemischen Ursachen der Zerstörung dieser Wälder an. So wurden Lösungen entwickelt, die auf einem intelligenten Design basieren und unterschiedliche Fasern nutzen. Darauf aufbauend können Unternehmen die Menge der verwendeten Frischfasern in ihren Produktionsketten verringern.

 

Bei diesen Lösungen der nächsten Generation werden als Abfall geltende Produkte zu Kunstfasermischungen recycelt. Das können Ernteabfälle, die sonst verbrannt werden, ebenso sein wie alte, entsorgte Textilien und sogar Mikroorganismen, die auf Lebensmittelabfällen gedeihen. Solche Verfahren haben gleich mehrere Vorteile: Sie reduzieren die Abfallmenge, haben einen wesentlich kleineren ökologischen Fußabdruck als frische Holzfasern und verbrauchen in der Verarbeitung weniger Wasser und Energie.

Die Zukunft nachhaltig gestalten

Solche Lösungen mit echtem Game-Changer-Potenzial sind nur einige Beispiele dafür, wie Wirtschaft und Natur gemeinsam vielfältige Herausforderungen hinsichtlich Klima und biologischer Vielfalt bewältigen können. Diese innovativen Technologien haben aber nur dann Erfolgsaussichten, wenn ihnen die nötigen finanziellen Mittel für ihr Wachstum und ihre Weiterentwicklung zufließen.

Politik und öffentliche Fördermittel haben die Möglichkeit den Wandel vorantreiben – aber auch Vermögensverwalter. Sie können nicht nur durch ihre Investitionen diejenigen Unternehmen fördern, die nachhaltige Innovationen entwickeln, sondern auch Einfluss auf das Management von Firmen nehmen. Denn es ist zentral, mit Unternehmen in den Dialog zu treten und sie zu ermutigen, bestehende Geschäftsmodelle infrage zu stellen und nachhaltigere Prozesse einzuführen, sowie sie darauf zu verpflichten, ausgewiesene Nachhaltigkeitsziele einzuhalten.

Die Asset-Management-Branche handelt damit auch im eigenen Interesse. Eine nachhaltige wirtschaftliche Zukunft kann es nur geben, wenn Unternehmen nachhaltig agieren. Und bei denjenigen, die jetzt den Wandel vorantreiben, ist es wahrscheinlicher, dass sie morgen zu den Gewinnern zählen und höhere Erträge erzielen werden.

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