Insidervorwürfe gegen SAC

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Die Bundesstaatsanwaltschaft von Manhatten wirft dem Hedgefonds SAC Capitol Advisors Insiderhandel vor. Dies berichtet der Fernsehsender N-TV. Der Fonds soll sich von 1999 bis 2010 mittels verbotener Insidergeschäfte bereichert haben. Die dazu nötigen Informationen sollen von Informanten aus anderen Unternehmen stammen.

Neu sind Konflikte mit den Aufsichtsbehörden der USA für den Hedgefond nicht. Zwei Tochterfirmen von SAC Capitol Advisors schlossen bereits früher nach dem Vorwurf des Insiderhandels mit der Börsenaufsicht SEC einen Vergleich über 600 Millionen Dollar.

Der Hedgefonds verwaltet laut „Wall Street Journal“ 14 Milliarden US-Dollar (rund 10,7 Milliarden Euro). Möglicherweise werden mehrere Investoren aufgrund der Vorwürfe gegen SAC Gelder abziehen: „Wall Street Journal“ spricht von fünf Milliarden Dollar.

Gegründet wurde der SAC Capitol Advisors von Steven A. Cohen, der sich einen Namen in der Branche gemacht hat. Er soll laut dem Magazin „Forbes“ über ein Vermögen von 9,3 Milliarden Dollar (rund 7,1 Milliarden Euro) verfügen.

Die gegenwärtige Anklage der Staatsanwaltschaft richtet sich zwar lediglich gegen den SAC Hedgefonds und nicht gegen den 57-jährigen Fondsmanager persönlich. Doch die SEC wirft Cohen neuerdings vor, Insidergeschäfte seiner Mitarbeiter toleriert zu haben. Cohen weist die Anschuldigungen zurück.

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