INSM-Umfrage zur Altersvorsorge Deutsche sehen Jüngere bei der Rente im Nachteil

Die jüngeren Generationen hierzulande haben Nachteile durch die aktuell betriebene Rentenpolitik. Diese Ansicht vertreten mehr als zwei Drittel der Deutschen in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey.

Demnach sagen knapp 40 Prozent der Befragten, die Rentenpolitik sei eher nachteilig für zukünftige Generationen. Rund 30 Prozent antworteten, sie sei eindeutig nachteilig. Eher oder eindeutig vorteilhaft sagten nur knapp 8 Prozent, während rund 22 Prozent sich bei der Antwort nicht entscheiden konnten.

Bei der Beurteilung der aktuellen Rentenpolitik gibt es einen erheblichen Unterschied zwischen den Generationen. Unter den über 65-Jährigen meinen rund 11 Prozent, die Jüngeren würden von der Rentenpolitk profititieren. Aber nur knapp 3 Prozent der 30- bis 39-Jährigen sehen das genauso. Diese Altersgruppe meint zu mehr als 80 Prozent, dass die Rentenpolitik für künftige Generationen nachteilig sei. Bei den über 65-Jährigen gaben das weniger als 60 Prozent der Umfrageteilnehmer dieser Altersklasse an.

Hubertus Pellengahr, INSM

„Rentengeschenke verteilt“

„Seit Jahren verteilt die Bundesregierung Rentengeschenke auf Kosten der Jüngeren“, kommentiert Hubertus Pellengahr die Ergebnisse. „Das ist nicht nur ungerecht, sondern auch politisch kurzsichtig“, so der Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), für deren Rentenmonitor die Umfrage erstellt wurde. „Wir brauchen wieder eine generationengerechte Rentenpolitik, die sich nicht am nächsten Wahltermin, sondern an der langfristigen Stabilität des Systems orientiert.“