Ein Windkraftwerk in Betrieb, Foto: Getty Images

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Insolvenzverfahren

Weitere 50 Millionen Euro für Prokon-Gläubiger?

Das mittlerweile in die Rechtsform einer Genossenschaft umgewandelte Unternehmen Prokon aus Itzehoe ist mit seinen Kernbereichen Windenergie und Stromhandel zwar wieder am Markt tätig. Doch die Verwertung von Vermögensgegenständen, die nicht zu den Kerngeschäftsfeldern gehören, wird weiterhin von einer Abwicklungsgesellschaft durchgeführt. Zuletzt ist ihr der Verkauf zweier rumänischer Wälder an einen Großinvestor gelungen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir eine äußerst komplizierte und überaus langwierige Transaktion im Sinne der Gläubiger erfolgreich haben durchführen können“, kommentiert Rechtsanwalt Stefan Denkhaus. Mit dem aktuellen Waldverkauf kann die von Denkhaus geführte Abwicklungsgesellschaft voraussichtlich ab Dezember mindestens 50 Millionen Euro an die berechtigten Gläubiger auszahlen.

Auszahlungsberechtigt sind nach dem Insolvenzplan diejenigen rund 56.000 Gläubiger, die ihre Forderungen nicht in Mitgliedschaftsanteile an der Prokon Regenerative Energien eG getauscht haben. Sie haben bereits durch Prokon-Schuldverschreibungen aus einer neu begebenen Unternehmensanleihe mit dem entsprechenden Nennwert angeboten bekommen beziehungsweise eine Auszahlung von rund 34,5 Prozent ihrer Forderungen erhalten. Die Quotenerwartung der Gläubiger beträgt insgesamt rund 57,8 Prozent ihrer jeweiligen Insolvenzforderungen.

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