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Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) Daumen runter für die Konjunktur

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat seine Prognose für das konjunkturelle Wachstum Deutschlands zurückgenommen: Aufgrund wachsender internationaler Unsicherheiten erwarten die Ökonomen im Jahr 2018 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,8 Prozent. Im Frühjahr war noch ein Zuwachs von 2,0 Prozent prognostiziert worden. Für 2019 sieht das IW derzeit lediglich die Chance eines Wachstums von 1,4 Prozent.

Globaler Handelsstreit schicke Konjunktur in „Sinkflug“

Dass die Konjunktur „im Sinkflug“ sei, „liegt vor allem am Protektionismus, der weltweit seine Spuren hinterlässt“, bilanziert IW-Konjunkturexperte Michael Grömling. Der Handelsstreit zwischen den USA und China wirke sich auf den globalen Handel aus und schlage auf die deutsche Wirtschaft „spürbar“ durch.

„Die USA und China gehören zu den wichtigsten Handelspartnern Deutschlands“, erklärte IW-Direktor Michael Hüther. Deutschland als stark exportabhängiges Land sei von den Auswirkungen der Handelssanktionen besonders stark betroffen – obwohl das hiesige Wachstum stark von der Entwicklung der Schwellenländer abhänge. Wenn China langsamer wachse, dämpfe das ebenfalls die deutsche Wirtschaft, so Hüther.

Steigende Energiepreise belasten ebenfalls

Doch nicht nur Trumps „America First“-Politik bremse die Konjunktur. Auch steigende Energiepreise belasteten die Wirtschaft, worunter vor allem produzierende Unternehmen litten, so der IW-Konjunkturexperte Grömling. Darüber hinaus sei das Wachstum in vielen Schwellenländern deutlich zurückgegangen, was die deutschen Exporteure zu spüren bekommen.

Letztlich hänge die Konjunktur in Deutschland am privaten und öffentlichen Konsum, der weiterhin robust bleibe, unterstreicht Grömling. Dem gut laufenden Arbeitsmarkt komme hierbei eine entscheidende Rolle zu: Demnächst dürfte die Beschäftigung die Zahl von 45 Millionen Arbeitnehmern übersteigen. Die 2019 im Jahresdurchschnitt zu erwartende Arbeitslosenquote von rund 5 Prozent sorge dafür, dass die Wirtschaft zukünftig nicht stagniere.

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