Institutionelle meiden Verluste

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Großinvestoren räumen dem Thema Verlustvermeidung bei ihren Anlageentscheidungen die größte Priorität ein. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment. Rund 90 Prozent der insgesamt 164 befragten Banken, Pensionskassen, Versicherungen und Stiftungen mit einem verwalteten Vermögen von 936 Milliarden Euro halten das Thema für am wichtigsten. 

Auf Rang zwei der wichtigsten Faktoren liegt das Thema Sicherheit, das gegenüber dem Vorjahr deutlich an Bedeutung zugenommen hat: Räumten 2007 nur 23 Prozent dem Thema die höchste Priorität ein, sind es aktuell 74 Prozent. 

Umgekehrt entwickelte sich der Stellenwert der Liquidität bei den Anlageentscheidungen: Diesen Aspekt hielten 2007 mehr als die Hälfte der Teilnehmer für am wichtigsten, derzeit meinen dies nur neun Prozent der Institutionellen. Der Renditeaspekt spielte auch im Vorjahr eine eher untergeordnete Rolle: Er war 2007 für rund 26 Prozent der Befragten am wichtigsten, ihr Anteil sank auf 14 Prozent. 

An ihrer Zielrendite von rund sechs Prozent wollen die Umfrageteilnehmer trotz ihrer veränderten Risikoeinschätzung jedoch festhalten. „Mit der gegenwärtig präferierten Asset Allocation vieler Anleger wird dieses Ziel aber kaum zu erreichen sein“, kritisiert Alexander Schindler, Mitglied des Vorstands von Union Investment und zuständig für das Geschäft mit Institutionellen.

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