Institutionelle wollen mehr Alternatives

Institutionelle Anleger wollen bis Ende 2009 verstärkt in alternative Anlageklassen wie Hedge-Fonds investieren. Das zeigt eine Umfrage des US-Vermögensverwalters Russell Investments unter 326 Pensionsfonds und Stiftungen aus aller Welt. Am stärksten wollen US-Investoren ihre Hedge-Fonds-Anteile aufstocken – im Schnitt von derzeit 7,5 auf 8,9 Prozent.

Auch Europäer und Japaner planen Zukäufe. So wollen europäische Anleger ihre Hedge-Fonds-Quote von 7,4 auf 8,4 Prozent erhöhen und japanische von 9,3 auf 9,9 Prozent. Lediglich die australischen Umfrageteilnehmer werden die durchschnittliche Quote voraussichtlich bei 4,1 Prozent belassen.

Das verstärkte Interesse an Hedge-Fonds geht mit hohen Renditeerwartungen einher: Investoren aus den USA, Europa und Australien erwarten im Jahr 2009 durchschnittlich 9 Prozent Gewinn. Die Erwartungen der Japaner sind mit 4,6 Prozent zurückhaltender.

Auch andere alternative Anlageklassen steigen in der Gunst der Großinvestoren: So wollen die Europäer ihre durchschnittliche Immobilienquote von 8,9 auf 9,7 Prozent erhöhen. US-Anleger werden ihren Immobilienanteil voraussichtlich von 6,7 auf 7,3 Prozent steigern, japanische von 4,7 auf 5,7 Prozent und die Australier von 9,6 auf 10,5 Prozent.

„Private Equity, Hedge-Fonds und Immobilien als alternative Anlageklassen zu bezeichnen, passt in der heutigen, hoch entwickelten Investmentwelt immer weniger“, sagt der Geschäftsführer von Russell Investments, Jon Bailie.

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