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Insurtech-Investitionen wieder auf Höchstniveau

Auf 2,5 Milliarden US-Dollar summieren sich die weltweiten Investitionen in Insurtechs zwischen Anfang Juli und Ende September. Das entspricht einem Anstieg von 63 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das geht aus dem aktuell veröffentlichten „Insurtech Briefing“ der Unternehmensberatung Willis Towers Watson (WTW) für das dritte Quartal dieses Jahres hervor. „Damit hat die weltweite Finanzierungsaktivität nach dem Covid-19-bedingten Rückgang im ersten Quartal bereits ein halbes Jahr später einen neuen Höchststand erreicht“, sagt Michael Klüttgens, Leiter der Versicherungsberatung bei WTW in Deutschland. „Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass Investoren großes Wachstumspotenzial für Insurtechs erkennen.“

Insurtech-Investitionen in Deutschland

Niki Winter, Willis Towers Watson

Dem weltweiten Trend entspricht auch die Investitionsentwicklung in Deutschland: Obwohl sich hier im dritten Quartal keine Mega-Deals ergaben, machten Finanzierungen in deutsche Insurtechs 5 Prozent aller weltweiten Transaktionen aus. „Dies liegt sogar leicht über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre von 4 Prozent“, erklärt Niki Winter. Der Digitalisierungsexperte bei WTW in Deutschland beobachtet außerdem, dass der Anteil der mittelgroßen Deals im dritten Quartal um 9 Prozent gesunken ist. Damit machen sie 14 Prozent der Gesamtzahl aller Transaktionen aus. „Für Insurtechs, die ihre Lösungen erst noch skalieren und zur Marktreife bringen müssen, ist diese Entwicklung schwierig, denn es fehlt ihnen der entscheidende Schub.“

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