Moderne Verpackungslinie für Impfstoffe bei Glaxosmithkline Biological in Dresden. Pharma ist zurzeit die am stärksten gewichtete Branche im BNY Mellon Global Real Return Fund (Foto: obs/Glaxosmithkline GmbH & Co.KG)

Moderne Verpackungslinie für Impfstoffe bei Glaxosmithkline Biological in Dresden. Pharma ist zurzeit die am stärksten gewichtete Branche im BNY Mellon Global Real Return Fund (Foto: obs/Glaxosmithkline GmbH & Co.KG)

Intelligente Mixtur

Die Multi-Boutique-Struktur von BNY Mellon

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Der Hauptsitz ist in New York. Die Fondsmanager arbeiten jedoch überall auf der Welt und verfolgen sehr unterschiedliche Ansätze. BNY Mellon ist keine klassische Fondsgesellschaft, sondern verfügt über eine Multi-Boutique-Struktur. Mehr als ein Dutzend unabhängiger Asset-Management-Gesellschaften vereint das Investmenthaus unter seinem Dach. Alle zeichnen sich durch ein spezielles Können aus, haben ihre individuellen Anlagephilosophien und -stile.

Maark: Verluste vermeiden


Die deutsche Investmentboutique von BNY Mellon ist das Düsseldorfer Meriten Investment Management. Ihr Schwerpunkt sind die europäischen Aktien- und Anleihemärkte. Diese stehen auch im Mittelpunkt des BNY Mellon Meridian Fund Maark Fund. Maark steht für Multi Asset Absolute Return Konzept.

In anderen Worten: Die Fondsmanager Gunter Westen und Christian Sobotta wollen über die Kombination verschiedener Asset-Klassen einen steten Ertrag für ihre Anleger erzielen und Verluste dabei weitgehend vermeiden.

Ihr Verständnis vom absoluten Ertrag ist sehr viel enger gefasst als bei manchen Wettbewerbern. Das Renditeziel liegt auf Sicht eines Kalenderjahres bei Ein-Monats-Euribor plus 300 Basispunkte, bei einem Risikobudget von 2 Prozent pro Jahr.

Dieses Korsett war bis Ende 2012 noch fester geschnürt: 200 Basispunkte Mehrertrag bei einer Verlusttoleranzgrenze von 1 Prozent waren bis dahin die Vorgaben. Seit Auflage der institutionellen Tranche 2008 hat der Fonds jedes Jahr ein Plus geschafft. Die besten Jahre waren 2009 und 2012 mit einer Performance von 7,5 und 6,2 Prozent.

Im März 2013 kam die Privatanleger-Tranche hinzu. Als wichtigste Alphaquelle dient die Allokation der Anlageklassen. Grundlage hierfür sind Ertragsprognosen, die mit quantitativen Modellen errechnet werden. Basisinvestment der Strategie sind der Geldmarkt und kurzlaufende Anleihen. Sie können bis zu 100 Prozent des Portfolios ausmachen.

Zurzeit ist rund die Hälfte des Portfolios in Kurzläufern investiert. Die durchschnittliche Duration des Gesamtportfolios liegt bei unter zwei Jahren. In Euro-Staatsanleihen können die Fondsmanager bis zu 35 Prozent investieren, in Euroland-Aktien und bonitätsstarke Euro-Unternehmensanleihen bis zu 25 Prozent.

Euro High Yields sowie Aktien und Anleihen aus den Emerging Markets dürfen jeweils maximal 15 Prozent des Portfolios ausmachen. Auf Schwellenländer verzichten die Manager zurzeit. Der Anteil der risikoreichen Anlagen – High Yields und Aktien – liegt bei 15 Prozent.

Global Real Return: Breit gestreut


Ganz anders geht James Harries bei seinem BNY Mellon Global Real Return Fund (EUR) vor. Der Fonds ist breiter und globaler aufgestellt, und Harries kann je nach Marktlage völlig flexibel agieren. Er investiert weltweit in liquide Mittel, Aktien, Staats- und Firmenanleihen und über handelbare Wertpapiere auch in weitere Asset-Klassen wie Rohstoffe, Immobilien oder alternative Anlagen.

Derivate nutzt er, um Erträge zu erzielen oder Positionen abzusichern. Kern des Fonds sind ertragsorientierte Assets. Drumherum baut Harries einen Airbag aus risikoabsichernden Anlagen, zum Beispiel Währungs- oder derivative Strategien. So will er verhindern, was er als Hauptrisiko der Investoren betrachtet: Kapitalverlust.

Harries arbeitet für Newton Investment Management, eine britische Investmentboutique im BNY Mellon-Korb, die bekannt ist für ihren global-thematischen Ansatz. Die Anlagephilosophie basiert auf der Überzeugung, dass jede Analyse im globalen Kontext zu sehen ist.

Das Research orientiert sich an weltweit relevanten Investmentthemen. Auf dieser Basis sollen die besten Anlageideen identifiziert werden. Harries kann den Fonds jederzeit an die Markteinschätzungen seiner Research-Kollegen anpassen. Diese sind zurzeit eher skeptisch. Entsprechend ist Harries relativ vorsichtig positioniert.

Auch er will absolute Erträge erzielen. Über fünf Jahre strebt er eine jährliche Rendite vor Kosten von Ein-Monats-Euribor plus 400 Basispunkte an. Seit Auflage im März 2010 ist der Fonds per Ende Juni 2014 über 20 Prozent im Plus.





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