Hochwertige Objekte lassen sich teuer wiederverkaufen;Foto: Pixabay.com ©GregoryButler (CC0 1.0)

Hochwertige Objekte lassen sich teuer wiederverkaufen;Foto: Pixabay.com ©GregoryButler (CC0 1.0)

Intelligente Systeme und Energiesparmaßnahmen

So können Immobilien-Besitzer ihre Objekte aufwerten

Wer sich eine Immobilie anschafft und sie nicht nur für den Eigenbedarf einrichtet, sondern für zukünftige Vermietungen, Verkäufe oder Investitionen nutzen will, kann dabei auf verschiedene Maßnahmen zur Aufwertung und Wertsteigerung zurückgreifen. Das reicht von energetischen Einrichtungen und Dämmungen, bis zur Schaffung von zusätzlichen Zimmern, Wintergärten und intelligenten Systemen, die das Leben innerhalb der Immobilie in Zukunft noch umfangreicher gestalten werden. Immobilienkreditfonds bleiben beliebt, denn seit der Finanzkrise hat sich das Volumen versiebzehnfacht und durch die Möglichkeit, direkt Kredite vergeben zu können, hat sich für Fondsmanager ein weiterer großer Markt erschlossen.Immobilien bleiben ein kritischer, aber auch begehrter Investitions- und Handelsmarkt und gerade deshalb sollten Immobilienbesitzer auf ihre Objekte achten, geschickt planen und so noch mehr aus dem Wert und der Wertsteigerung herausholen.    Quelle: http://www.bundesbank.de/ Fast jeder zweite Deutsche besitzt Grund und Boden, doch das reichste Fünftel der Bevölkerung hält 75,1 Prozent des Nettoimmobilienvermögens. Zwischen 2011 und 2012 wurden beispielsweise rund eine Millionen Immobilienkaufverträge abgeschlossen und seit 2009 sind die Investitionen um 30 Prozent auf 170 Milliarden Euro angestiegen, wie der Gutachterausschuss erläutert. Städte besitzen dabei das größte Entwicklungspotential, denn hier steigen sowohl die Mieten, als auch die Grundstückspreise immer weiter an. Aufwerten durch energetische Maßnahmen Dank der Mietpreisbremse 2015 gibt es in einigen Städten und Gemeinden nicht mehr die Option, die Miete bei jeder Neuvermietung automatisch hochsetzen zu können. Allerdings gilt dies immer noch nach umfassenden Sanierungs- und Renovierungsarbeiten, welche entweder energetische Maßnahmen beinhalten oder Luxuseinrichtungen und Einbau hochwertiger Sanitär- oder Küchenanlagen involvieren. Dabei muss die Sanierung ein Drittel eines vergleichbaren Neubaus kosten, um von der Mietpreisbremse ausgenommen zu werden. Die Aufwertung durch die kostspieligen Baumaßnahmen zeigt sich erst nach Fertigstellung, denn die hohen Kosten gehen zunächst einmal ins Geld. Energetische Sanierungen sind laut der Energieeinsparverordnung (EnEV) zwingend notwendig für Dächer und Geschossdecken bis Ende 2015 und ab 2016 gibt es weitere neue Anforderungen. So dürfen laut immonet.de Neubauten nur 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als ein Neubau nach den Anforderungen 2015. Allerdings raten Experten, dass Immobilieninvestoren und Besitzer noch weiter in die Zukunft blicken sollten und die Vorgaben der Verordnung nicht nur mindestens erfüllen, sondern zusätzliche Maßnahmen ergreifen. Bei steigenden Energiepreisen lohnen sich die Investitionen in erneuerbare Energien oder in eine effektive Dämmung. Die Endpreise der Immobilien können so auch noch nach Jahren des Umbaus oder Neubaus einen hohen Wert erzielen. Erneuerbare Energien sind dabei noch kein Muss, allerdings gibt es zahlreiche Förderprogramme, welche diese Energieformen unterstützen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Bau und die Umbaumaßnahmen zu energieeffizienten Häusern, die in sieben Kategorien zu unterscheiden sind von Effizienzhaus 40 bis 115. Je kleiner die Kennung ist, desto besser ist die Energieeffizienz des Hauses. Die drei niedrigsten Häuser sind dabei: •    Effizienzhaus 40
•    Effizienzhaus 55
•    Effizienzhaus 70 So gibt es für ein Effizienzhaus 40 zehn Prozent der Darlehenssumme (bis zu 5000 Euro) geschenkt, so dass der Betrag gegen Ende der Rückzahlungszeit nicht erstattet werden muss. Ein klassischer Neubau erhält dabei die Kennung 100, denn er richtet sich nach der aktuellen Energieverordnung. Der Verbrauch des Effizienzhauses 40 liegt also 40 Prozent unter den Mindeststandards. Wer die Höchstwerte in seiner Immobilie ansetzt und noch darüber hinaus investiert, kann bei Verkauf und Vermietung der Objekte einige Prozente draufschlagen und bei einer guten Lage bereits nach einigen Jahren hohe Gewinne einnehmen. Wer nach den Effizienz-Kriterien baut oder saniert, kann sich weitere Gütesiegel zulegen, welche den Wert der Immobilie aufzeigen und als Zertifikate das Haus weiter positiv auf dem Markt erscheinen lassen. Dena vergibt beispielsweise Gütesiegel für Effizienzhäuser, welche den Wert der Objekte zusätzlich steigern.
 
Photovoltaik ist nicht die einzige Option für Energiegewinnhäuser; Pixabay.com © Andreas-Troll (CC0 1.0) Die Zukunft ist dabei klar auf die Energiegewinnhäuser gerichtet, welche nicht nur den eigenen Energiebedarf effizient decken, sondern zusätzliche Energie einholen und mit Gewinn zurück in das Netz speisen. Die Ansätze dabei liegen zum einen in der Senkung des Energiebedarfs des Hauses und der Einspeisung in das Netz, das sich über die bereits genannten Maßnahmen von Dämmung und Sanierung erreichen lässt. Für die Wärmeerzeugung können dafür Sole-Wasserpumpen und Erdwärmesonden ausreichen sowie Photovoltaik auf den Dächern. Die Haushaltsgeräte richten sich nach dem Eco-Label A++ und besser und die LED-Technologie setzt energiesparende Lampen ein.  Dieses Video erklärt die Modernisierung der Heizungsanlage anhand der Sole-Wasserpumpen:


Intelligente Systeme und Zukunftsvisionen einbauen Nicht nur die Energieeffizienz ist rentabel, auch das Einsetzen der neuesten Technologien und die Vernetzung der Häuser halten seit Jahren Einzug in die Immobilienwelt, denn sie sind die Zukunftsmusik der Immobilienwirtschaft. Intelligente Systeme bedeutet eine vollständige Steuerung der Häuser über zentrale Elemente, Smartphones und Tablets, welche zum einen die Energieeffizienz erhöhen und zum anderen für mehr Sicherheit und Wohnkomfort sorgen können. Unter das-intelligente-zuhause.de können Hausbesitzer selbst testen, welche Maßnahmen und Möglichkeiten es bereits in den eigenen Räumen gibt und wie sich die Vernetzung auf die Wohnumstände und den finanziellen Rahmen auswirken. Unter anderem hilft die Vernetzung der Systeme dabei, den Stromverbrauch besser zu regulieren, indem beispielsweise die Spülmaschine dank intelligenter Verbindungen erst in der Nacht läuft, wenn der Strompreis gesunken ist oder indem die intelligente Wärmeregulierung erkennt, wie viele Personen sich in welchen Räumen aufhalten und wo ein größerer oder kleinerer Energiebedarf besteht. Diese Optionen richten sich nach immer effizienteren Lebensrealitäten und sind als Investitionsobjekte sehr begehrt. Wer seine Immobilie hochrüstet, kann auch in Zukunft hohe Verkaufspreise verlangen und bei der Anschaffung eigener Energiesysteme wie Solarzellen, Erdwärme oder Kraft-Wärme-Kopplung ist sogar ein Einspeisen in das Netz möglich.
Einen Einblick in die Welt der Smart Homes liefert dieser Bericht.
Ein- und Anbauten und Prestigeobjekte nutzen
 

Wintergärten zählen zu beliebten Einrichtungsextras; Pixabay.com © gbeaty (CC0 1.0) Ein Wintergarten gehört noch nicht zu der Grundausstattung vieler Eigentumswohnungen oder Ein- und Mehrfamilienhäusern, doch der Komfort, die hochwertigen Einrichtungen und das Luxusobjekt sind für Investoren ein Plus am Objekt. Der Wert einer Immobilie steigt schließlich auch mit den Quadratmetern, auch wenn unbeheizte Wintergärten dabei nur zur Hälfte berechnet werden dürfen. Vorsicht ist bei einem Anbau jedoch geboten, denn da ein Wintergarten die Gebäudeoptik verändert, muss das Bauamt diese Änderungen genehmigen und auch die Wohnrealität innerhalb der Nachbarschaft berücksichtigen. Deshalb ist es ratsam, sich in der Gegend umzusehen und ähnliche Objekte zu suchen, damit ein Vergleichswert entstehen kann.
 
Quelle: AWA 2015 Hierbei erweist sich das architektonische Gespür für Trends und den Geist der Zeit als besonders wertvoll, denn nicht alle Strukturen und Anbauten gefallen potentiellen Käufern, welche entsprechend auch nicht die gewünschten Aufschläge zahlen würden. Wer Wohnimmobilien in guter Lage besitzt, sollte neben der Energieeffizienz auf hochwertige Inneneinrichtungen, Dekorationen und Prestigeobjekte wie etwa Saunas, Pools oder ausgebaute Kellerräume achten. Bis zu 30 Prozent lässt sich dadurch der Wert der Immobilie erneut steigern, denn gerade bei begehrten Objekten ist eine hochpreisige Einrichtung für viele Investoren und Käufer sehr interessant. Das Grundstück mit großer, gepflegter Gartenanlage mit einem Pool zu versehen, lockt besonders Investoren, die ein Auge auf den hochpreisigen Markt geworfen haben. Ob großflächiger Pool im Garten oder kleinerer Whirlpool auf der Terrasse – die hohen Investitionskosten lassen sich schnell wieder herausholen, wenn Ambiente und Einrichtung den Wert der Immobilie um weitere Prozentpunkte erhöhen. Auf die Zukunft setzen Energiereduzierung und ihre Gewinnung sind zwar die wichtigsten Stichpunkte zur Steigerung der Immobilienwerte, doch in Zukunft wird sich vor allem auch das ökologische und nachhaltige Wohnen auf dem Immobilienmarkt verbreiten. Viele Menschen träumen von einer gesunden und klimafreundlichen Umgebung und wollen dabei gleichzeitig so wenig umweltschädliche Baustoffe und Baumaßnahmen einsetzen, wie es möglich ist. Naturbaustoffe und natürliches Bauen können den Immobilienwert steigern, denn die Unabhängigkeit von den Energiesystemen ist ein großes Plus auf Konto und Lebensqualität. Beispielsweise gibt es in Schweden geradezu ökologische Musterstädte wie Växjö in Smaland, die grünste Stadt Europas. Seit 1993 ist dort der CO2-Ausstoß um 50 Prozent gesunken, die Haushalte sind an Biomassekraftwerke angeschlossen, das mit Holzhackschnitzeln bedient wird. Passivhäuser sind der Standard und die Biogasanlage der Stadt nutzt Essensreste für Biogas und Schlacke für die Düngung. Seit 2010 steigen die Immobilienpreise in Schweden um rund 10 Prozent.
In Deutschland sind es vor allem Begrünungen in Großstädten, welche eine Wertsteigerung von Objekt und Grundstück beinhalten, denn der eigene Garten und die großzügige Parkanlage in der Nähe sind ausschlaggebend für den Kauf einer Immobilie und können bei guter Pflege und passender Lage zu hohen Investitionskosten führen. Gerade deshalb sollten Immobilienbesitzer auf Grünanlagen und ökologische und gesunde Bauweise setzen, denn diese Themen werden in der Technisierung der Welt und der Städte weiter auf der Agenda stehen.

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