Screenshot der UBS-Website

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Interaktiv, kundenfreundlich, transparent: Die besten Vermögensverwalter-Websites

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Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Schweizer Forschungsfirma My Private Banking.com mit dem Titel „Wie Vermögensverwalter im Internet Kunden gewinnen“.

Drei Viertel der Banken ohne klare Marketingbotschaft

Das Ergebnis ernüchtert: Die größten Privatbanken können mit ihren Internetauftritten noch nicht zufrieden sein, lautet das Kernergebnis. Zwar meistert rund die Hälfte die grundlegenden Anforderungen einer Website gut, aber es gibt trotzdem große Defizite bei der Online-Kommunikation. So fehlt bei drei Viertel eine klare Marketingbotschaft; 60 Prozent der analysierten Websites mangelt es an kundenorientierten Inhalten.
Weiterhin bietet nur ein Viertel der Untersuchten interaktive Funktionen auf ihrer Internet-Präsenz. Nur 40 Prozent haben wirklich benutzerfreundliche Webseiten, beim Rest stellten die Forscher starke Schwächen, insbesondere bei den Suchfunktionen, fest.

Auch die Inhalte vieler Webseiten lassen zu wünschen übrig. Die Darstellung der Angebote und des Beratungsprozess war zwar insgesamt gut, aber die für Kunden wichtigen Informationen zu Kosten und Renditen waren bei fast keinem Anbieter vorhanden. Auch Angaben zur Höhe des verwalteten Vermögens und zur Mindestanlagesumme fehlten bei der Hälfte der analysierten Web-Auftritte.

„Das Internet ist zunehmend das bevorzugte Informationsmedium vermögender Personen, aber die Banken versäumen es, sich über ihre Private-Bankings-Websites gegenüber dem nur einen Klick entfernten Wettbewerber zu differenzieren“, sagt Christian Nolterieke, Geschäftsführer von My Private Banking.com. Doch es gab auch Ausnahmen.

UBS, Deutsche Bank und Credit Suisse haben den besten Online-Auftritt

Die Online-Auftritte von UBS, der Deutschen Bank und Credit Suisse haben die Forscher überzeugt. Die erstplatzierte UBS-Webseite punktet dabei insbesondere durch viele Instrumente, mit denen der Besucher seine Anlagebedürfnisse analysieren und das passende Produkte finden kann.

Den zweiten Platz teilen sich die Deutsche Bank und Credit Suisse. Während Credit Suisse eine überlegene Navigation und auch einige interaktive Funktionen anbietet, punktet die Deutsche Bank besonders bei den kundenfreundlichen Inhalten. Kein anderer Anbieter publiziert online so detailliert die Gebühren der Vermögensverwaltung.

Zukünftig werden auch soziale Online-Netzwerke wie Facebook oder LinkedIn eine immer größere Rolle für die Kundengewinnung spielen. Schließlich treten verstärkt auch vermögende Personen diesen interaktiven Plattformen bei. „Banken, die sich mittelfristig nicht sozialen Medien und dem interaktiven Internet öffnen, müssen mit schweren Nachteilen im Kampf um die Generation der jüngeren Reichen rechnen“, erklärt Steffen Binder, Research-Direktor von My Private Banking.com.

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