Internationaler Handel: Vernetzung mit den Schwellenländern nimmt zu

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Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle „Trade Confidence Index“ Studie der Investmentgesellschaft HSBC. Die Forscher befragten 6.390 handelsorientierte kleine und mittelständische Unternehmen aus den wichtigsten Volkswirtschaften im asiatisch-pazifischen Raum, im Nahen Osten, in Lateinamerika, den USA; Kanada und Europa zu ihrem Ausblick auf die Entwicklung des weltweiten Handels in den nächsten sechs Monaten. Der Index bildet die Meinung der Unternehmen auf einer Skala von 0 bis 200 (0 steht für sehr negativ, 200 für sehr positiv) ab. Der Durchschnittswert liegt derzeit bei 114 Punkten. Besonders zuversichtlich zeigten sich Firmen aus Indien (140 Punkte), Saudi Arabien (132 Punkte) und Mexiko (125 Punkte). Die deutschen Unternehmen liegen mit 104 Punkten knapp unter dem Durchschnittswert. Ein Viertel der Deutschen Unternehmen rechnet mit einem Anstieg des Finanzierungsbedarfs. Als Quellen für die Finanzierung nennen die Unternehmen am häufigsten die „eigenen Liquidität“ sowie die „eigene Bank“. Wulf Lizensich, Leiter des Geschäftsbereichs Ausland bei HSBC Trinkhaus hält allerdings nur wenige Finanzdienstleister für den ansteigenden Bedarf an Finanzierungsmitteln ausgerüstet. Jedes Dritte Unternehmen rechnet mit einem negativen Einfluss des Wechselkurses auf seine internationalen Handelsaktivitäten. Befürchtet werden vor allem höhere Transport- und Logistikkosten.

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