DAS INVESTMENT: Frau Hochberg, lassen Sie uns auf Ihre beruflichen Anfänge zurückblicken. Was hat Sie ursprünglich in die Finanzbranche geführt?

Anja Hochberg: Es war pure Neugier. Eigentlich wollte ich nie Bankerin werden. 1995 habe ich als Dozentin für Finance & Economics an der Universität von Wales in Grossbritannien angefangen, mit der Idee einer akademischen Karriere. Aber nach zwei, drei Jahren merkte ich: Es ist nur die Hälfte des Vergnügens, Studierenden Theorie beizubringen. Ich wollte ihnen auch zeigen, wie man das in der Realität umsetzt – und das wusste ich mit knapp 25 Jahren noch nicht. Deshalb entschloss ich mich zu einem kleinen Umweg in die Praxis. Aus dem Umweg sind mittlerweile fast 30 Jahre geworden. Aber der Kreis schließt sich: Seit zwei Jahren habe ich zusätzlich zu meiner Hauptberufung im Anlagegeschäft einen Lehrauftrag an der Universität Zürich inne und kann den Studentinnen und Studenten dort endlich beides vermitteln – Theorie und Praxis.