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Interview mit Gerd Güssler „Der Makler muss die Details verstehen, um gut beraten zu können“

Gerd Güssler ist Geschäftsführer des Analysehauses KVpro.de. Foto: KVpro.de
Gerd Güssler ist Geschäftsführer des Analysehauses KVpro.de. Foto: KVpro.de
DASINVESTMENT: Im PKV-Vertrieb konnte man zeitweilig den Eindruck gewinnen, dass es hier und da mehr um Masse als um Klasse ging. Ein unrühmliches Beispiel waren etwa die Aktivitäten des PKV-Vertriebs Meg24 mit seinem Chef Mehmet Göker.

Gerd Güssler: Das war sicherlich extrem schädlich und hat viele in die PKV gelockt, die dort nicht hingehören. Ein Grund war die Einführung der Versicherungspflicht unter der damaligen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt. Viele kleine Selbstständige haben sich privat versichert, aus Angst vor hohen Beiträgen in der gesetzlichen Kasse. Sie haben sich von vermeintlich günstigen PKV-Einstiegstarifen der PKV locken lassen.

Können Makler von diesen PKV-Verträgen überhaupt leben?

Güssler: Solche Kunden springen schnell wieder ab, dann muss der Makler die Provision zurückzahlen. Das war vor der Neuregelung der Vermittlerrichtlinie kein großes Thema. Die Frist für die Stornohaftung betrug nur ein Jahr und nicht fünf, wie es jetzt der Fall ist. Ein Versicherungs-Hopping zum jeweils günstigsten Anbieter kann es so nicht mehr geben. Der Spruch „Wir wollen Kunden und keine Wanderpokale“ beschreibt das sehr gut.

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