Olaf Riemer, Direktor Institutional & Wholesale Business bei HSBC Global Asset Management

Olaf Riemer, Direktor Institutional & Wholesale Business bei HSBC Global Asset Management

Interview mit Olaf Riemer

Best for Finance 2015: „Denkanstöße geben“

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DAS INVESTMENT.com: Welchen gemeinsamen Ansatz haben die Vorträge auf der diesjährigen Best for Finance?

Olaf Riemer:
Alle Referenten eint, dass sie im lang andauernden Niedrigzinsumfeld Investmentchancen aufzeigen, die Ertragschancen und effizientes Risikomanagement gut kombinieren können. Das Thema Ertragsorientierung ist ein Dauerbrenner – und passt perfekt zur Strategie der Best for Finance, kurze Fachvorträge mit der Möglichkeit zur intensiven Diskussion zu verbinden.

Als ein Hoffnungsträger werden Multi-Asset-Ansätze gesehen. Auch Sie starten in Deutschland eine Produktreihe mit diesem Konzept.

Ja, wobei unsere HSBC Portfolios World Selection im europäischen Ausland und in Nordamerika bereits seit fünf Jahren am Markt sind und so das Konzept seine Feuerprobe schon hinter sich hat. Jedes der fünf Portfolios investiert global breit gestreut und sehr kostenorientiert über mindestens sieben Assetklassen und sieht eine spezielle Zielvolatilität vor.

Wobei auch Anleger mit einigen Multi-Asset- und vermögensverwaltenden Strategien nicht unbedingt gut gefahren sind. Da gab es für manche gerade in Krisenzeiten ein böses Erwachen.


Das stimmt. Wir brauchen auch hier viel mehr Transparenz und Differenzierung. Vermögensverwaltende und Multi-Asset-Fonds sind zunächst einmal nicht ein und dasselbe. Sicherlich verstehen sie sich beide als Basisinvestment, womit beim Vertrieb und beim Anleger die Erwartung geweckt wird, dass sie vor allzu großen Abstürzen geschützt sind. Der Berater muss die unterschiedlichen Fondskonzepte verstehen, um gemeinsam mit dem Anleger das geeignete auszuwählen. Hierbei die richtigen Denkanstöße zu geben hat sich die Best for Finance seit ihrem Start vor sechs Jahren auf die Agenda gesetzt.

Ist es vorstellbar, eher komplizierte Risiko-Kenngrößen im Beratungsgespräch in aller Kürze verständlich darzustellen?

Das ist sicherlich eine gewisse Herausforderung. Doch wenn man wirklich verstanden hat, wie etwa Value-at-Risk und Sharpe Ratio funktionieren, kann man das auch recht anschaulich rüberbringen. Wissen schafft auch hier Kompetenz – und Vertrauen. Klar ist, dass ein Anleger, der keine Verluste machen will, heute nicht mehr darum herumkommt, bestimmte Risiken einzugehen. Die Frage ist nur, welches und wie viel Risiko individuell passt.

Die best for Finance 2015 findet vom 16. März bis zum 26. März an fünf verschiedenen Standorten (Stuttgart, München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf) statt. Hier zur Webseite und zur Anmeldung


>> Hier geht es zum Booklet zur Best for Finance 2015

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