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Flexibel in jeder Marktlage

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Solaranlage in China: Fixed Income-Experten erwarten einen sanften Übergang in die spätzyklische Phase der konjunkturellen Entwicklung. | © Getty Images

Invesco Global Fixed Income Study Wie Fixed Income-Manager auf das Ende der Boom-Phase reagieren

Bereits zum zweiten Mal befragte die US-Investmentgesellschaft 145 Fixed-Income-Fachleute von Pensionsfonds, Staatsfonds, Versicherungen und großen Vermögensverwaltungsgesellschaften. Zu den Befragten gehörten Heads of Fixed Income, aber auch CIOs und Heads of Investment Strategy in Nordamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum.

Knapp die Hälfte (49 Prozent) erwartet in den kommenden ein bis zwei Jahren ein sanftes Abklingen der wirtschaftlichen Hochkonjunkturphase und eine weiche Landung. Einig waren sich die Anlageexperten darin, dass die kurz- und mittelfristigen Aussichten für die Weltwirtschaft erheblich unsicherer geworden sind.

Investoren aus allen Regionen gehen davon aus, dass sich die Credit Spreads ausweiten und die Zinskurven flach bleiben. Auf die Frage, was den erwarteten Abschwung auslösen könnte, nannten die Befragten vor allem die hohe weltweite Verschuldung: Hohe Staatsschulden, die im Zuge der Finanzkrise und aufgrund anhaltender struktureller Haushaltsdefizite entstanden sind, gelten als das größte Risiko.

Aktives Durationsmanagement tut not

Doch es gibt auch Bedenken hinsichtlich der hohen Verschuldung von Unternehmen und Verbrauchern. Eine Schuldenblase in China und verschiedene geopolitische Risiken wie drohende Handelskriege wurden ebenfalls als mögliche Auslöser genannt. Gefragt wurden die Studienteilnehmer auch, wie sie auf die Spätphase des Zyklus, die möglichen Auswirkungen von Handelskriegen und die Bewältigung einer Vielzahl von Marktereignissen reagieren. Dabei zeigt sich: Die Anlageexperten setzen auf die aktive Neupositionierung von Fixed Income-Portfolios – die Tendenz geht dabei zu einer Verkürzung der Anlagehorizonte.

ESG-Berücksichtigung erhöht das Renditepotenzial

Derzeit noch deutlich unterrepräsentiert in den Anlagestrategien sind ESG-basierte festverzinsliche Anlagen. Wie die Studie nachweist, berücksichtigen nur zwei Fünftel der Befragten ESG-Faktoren (Enviromental, Social and Governance) für ihr festverzinsliches Portfolio. Hauptgründe für eine Berücksichtigung von Unternehmensanleihen, deren Begeber sich dem Nachhaltigkeitsgedanken verpflichtet sehen, waren vor allem die Aufnahme von konkreten, verifizierbaren ESG-Richtlinien in Unternehmenskodizes. Weiterhin beeinflussen offenbar die wahrgenommenen Vorteile im Zusammenhang mit dem Risikomanagement, ein verbessertes Renditepotenzial und der Druck von Interessengruppen die Entscheidung für ESG-basierte Investments im Fixed Income-Bereich.

Der Studie zufolge sind Investoren in Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA) und in der Asien-Pazifik- Region (APAC) am aktivsten bei der Einbindung von ESG-Themen. Sie pflegen in diesem Zusammenhang einen engen Kontakt zu Regulierungsbehörden und Regierungen. Wie die Studie zeigt, sind Fixed Income-Investoren in den USA, die ESG-Kriterien berücksichtigen, in nicht unerheblichem Maß von der Aussicht auf ein höheres Renditepotenzial motiviert, welches sich bei der Umsetzung von ESG-Kriterien in Fixed Income-Investmentprozessen in der Tendenz in der Vergangenheit gezeigt hat.

Die komplette Studie können Sie hier einsehen.

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