Investieren wie Warren Buffett & Co. Darauf müssen Value-Anleger achten
Natürlich hat der Value-Gedanke heute wie vor 80 Jahren seine Richtigkeit. Denn die Idee, sich langfristig an Unternehmen zu beteiligen, die unter ihrem inneren Wert notieren und über ein tragfähiges Geschäftsmodell verfügen, dürfte den meisten Privatanlegern einleuchten. Nur glauben viele, dass es, sobald sie einmal investiert sind, anschließend nur nach oben geht.
Geht es wider Erwarten zunächst über einen längeren Zeitraum nach unten, werden die Titel dann oft zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt abgestoßen. Dies hat dann zwar zugegebenermaßen nichts mehr mit der Anlagestrategie des Value Investing zu tun. Aber machen wir uns nichts vor: Viele Anleger halten solche Ausschläge nach unten trotz aller Vorsätze nicht aus. Die Folge: Der gutgemeinte Value-Ansatz wird damit in der Realität schnell obsolet.
Daher mein Rat: Bevor sich Anleger von einer Value-Strategie locken lassen, sollten sie sich zunächst einmal grundsätzlich und intensiv mit der Natur von Aktieninvestments beschäftigen. Um es klar zu sagen: Wenn einzelne Kursverluste so schockieren, dass man nachts nicht mehr ruhig schlafen kann, ist die Anlageklasse vermutlich nicht die richtige. Denn Value- oder nicht Value-Ansatz – zu Aktien gehört in jedem Fall eine langfristige Denke.
Auf der anderen Seite sollten Anleger auch die Risiken vermeintlich stabilerer Vermögensanlagen klar sehen, selbst wenn ihnen der Markt dort nicht täglich die Wertschwankungen ihrer Investition vor Augen führt, so wie es bei den Unternehmenstiteln der Fall ist.