Investitions-Check Wie profitabel ist Solarenergie?

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Der Garant

Da nicht alle Anlagen sofort konkurrenzfähig zu anderen Energieformen sind, garantiert das jeweilige Land eine Mindesteinspeisevergütung. Diese Zusage stellt oftmals die Basis der Investition dar. Während man sich in Deutschland bisher auf die Zusagen verlassen konnte, sah das in Spanien oder Italien in der Vergangenheit schon anders aus. So kippte Spanien 2010 ein königliches Dekret und reduzierte rückwirkend die maximale Förderungsdauer für Solaranlagen. Was hilft dann eine technisch einwandfrei funktionierende Anlage, wenn die Vergütung um 20 Prozent sinkt? Zwar laufen derzeit viele Klagen gegen die Kürzungen in Italien und Spanien – der Ausgang aber ist ungewiss. Deutsche Anlagen hingegen zahlen meist planmäßig aus.

Der technische Betrieb

Auch wenn die Einnahmen wie kalkuliert vom Garanten gezahlt werden: Er tut dies nur, wenn auch die prospektierte Strommenge eingespeist wird. Und hier kann es zu unvorhersehbaren Beeinträchtigungen kommen. Wechselrichter sind defekt, Vögel verschmutzen die Anlagen und mindern die Leistungsfähigkeit oder „normale“ technische Probleme treten auf. Dagegen ist niemand gewappnet, insbesondere nicht während einer 20-jährigen Laufzeit. Hier ist es wichtig, dass die Dienstleister rund um die Anlagen verlässlich und gut arbeiten und Garantien eingehalten werden. Jedem Anleger sollte bewusst sein, dass hier ein potenzielles Risiko besteht, das bei guten Partner aber gut kalkulierbar sein sollte.

Die Zinsschraube

Jetzt wird gerechnet: Wenn eine Anlage zu 30 Prozent aus Eigenkapital und zu 70 Prozent aus Fremdkapital finanziert wurde, kommt der Zinslast eine entscheidende Bedeutung zu. Einige Anbieter haben die Zinsen nicht über die gesamte Laufzeit, sondern nur für fünf oder zehn Jahre fixiert. Gelingt es nun, die Anschlussvaluta zu 2 Prozent statt 6 Prozent zu vereinbaren, erhöhen sich die potenziellen Auszahlungen auf das Eigenkapital bei sonst konstanten Parametern deutlich.

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