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Arbeiter auf dem Gelände einer Goldmine in der Elfenbeinküste: Minenaktien können ein Renditeturbo sein, sagt Guido vom Schemm. | © Getty Images

Investitionsstrategie

Warum Gold nicht mit Minenaktien vergleichbar ist

In Zeiten politischer Unsicherheit, exorbitanter  Verschuldung und massivem Kaufkraftverlust rückt Gold in den Blickpunkt von Investoren. Das gelbe Edelmetall bietet unterschiedliche Anlagemöglichkeiten, daher stellt sich die Frage, ob Anleger eher physisches Gold kaufen oder auf Goldminenaktien setzen sollen?

Nicht selten wird empfohlen, neben physischem Gold auch in Goldminenaktien zu investieren. Goldminenaktien seien eine geradezu „natürliche Beimischung“ für Goldinvestoren.

Physisches Gold gilt als Versicherung gegen den Finanzkollaps

Unserer Meinung nach sind physisches Gold und Goldminenaktien völlig unterschiedlich zu bewerten und somit sind auch zwingend unterschiedliche Investmentstrategien notwendig. Anleger müssen berücksichtigen, dass das Investieren in physisches Gold und in Goldminenaktien mit durchaus unterschiedlichen Chancen und Risiken verbunden ist.

Physisches Gold ist in erster Linie als eine Art Versicherung für finanziellen Wohlstand zu sehen. Niemand kann derzeit die Konsequenzen der Geldmarktpolitik der Notenbanken im Detail vorhersehen. Viele Marktteilnehmer rechnen jedoch mit einer Abschwächung der Kaufkraft von Papiergeld wie Euro und US-Dollar. Physisches Gold stellt in so einer Erwartungshaltung einen Grundstein für eine finanzielle Absicherung dar. Wer Gold kauft, sei es nun in Form von Münzen oder Barren, der erwirbt de facto das „ultimative Zahlungsmittel“. Physische Edelmetalle sind ein unverzichtbarer Kernbestandteil einer Vermögensaufstellung und sollen unserer Meinung nach mit 5 bis 10 Prozent im Gesamtvermögen gewichtet werden.

Goldminen können der Renditeturbo sein

Zudem können Goldminen als Renditeturbo eingesetzt werden. Goldminenaktien verhalten sich jedoch völlig anders als Gold. So durchlebten diese von 2011 bis 2015 einen desaströsen Bärenmarkt mit einem Verlust von über 80 Prozent. In dieser Zeit wurde viel Geld verbrannt und Vertrauen verloren. Ein erstes kräftiges Lebenszeichen gab es dann wieder in der ersten Jahreshälfte 2016. Auch das Jahr 2019 verläuft bisher sehr positiv, so konnte der Goldminenindex Hui in diesem Jahr 28 Prozent zulegen (Stand 11. November 2019). In den letzten Tagen haben Goldminenanleger wieder schmerzlich erfahren müssen, dass ein Kursrückgang von 10 Prozent innerhalb einiger Tage jederzeit möglich ist.

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