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Investmentchef bei AGI Darum wäre die Bargeldabschaffung eine Katastrophe

Umständlich und anachronistisch sei es, in der heutigen Welt noch mit Bargeld zu zahlen, werfen Kritiker den nach ihrer Ansicht leicht rückständigen Liebhabern vor, die nach wie vor gern Scheine und Münzen mit sich tragen – und auch in Zukunft nicht davon lassen wollen. Zudem befördere es Schwarzhandel, Steuerhinterziehung und andere kriminelle Aktivitäten.

In der Debatte hat sich jetzt der Investmentchef von Allianz Global Investors Ingo Mainert zu Wort gemeldet. In einem Beitrag auf Focus-Online plädiert er für ein Beibehalten von physischen Währungen:

Geld habe drei klassische Funktionen, so Mainert. Es sei Tausch- und Zahlungsmittel, Recheneinheit und Wertaufbewahrungsmittel. Für ein langfristiges Bestehen seien alle drei Grundpfeiler unabdingbar. Breche eine Funktion weg, in diesem Fall die Wertaufbewahrung, würden die Verbraucher das Vertrauen in die Währung verlieren und sich mittelfristig Parallel- oder Ersatzwährungen suchen. Allein die Tatsache, dass Geld im direkten Wortsinn greifbar ist, flöße Menschen Vertrauen ein.

Bargeld verleihe aber gleichzeitig auch Flexibilität. Unabhängig von Internetzugang, Handy-Akkus, Funklöchern oder Passwörtern sei es ein zuverlässig verfügbares Zahlungsmittel. Besonders Kinder erlernten den Umgang mit Geld am besten mithilfe von physischen Münzen und Scheine. „Kauri-Muscheln oder Zigaretten taugen hierzu nicht“, warnt Mainert vor dann möglicherweise kursierenden Ersatzwährungen.

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