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Märkte verstehen, Chancen nutzen

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Goldabbau im australischen Kalgoorlie: Der Preis des Edelmetalls liegt mit mehr als 1.700 US-Dollar pro Feinunze auf einem Sieben-Jahres-Hoch. | © imago images / fStop Images Foto: imago images / fStop Images

Investments in Gold

Portfolio-Baustein für unruhige Zeiten

Seit sich das Corona-Virus rund um die Welt verbreitet, sind Aktienkurse in rasantem Tempo von ihren vorherigen Höchstständen gefallen. Der plötzliche und vollumfängliche Shutdown vieler Volkswirtschaften stellt Kapitalanleger vor eine ungekannte Situation – und führt die Wichtigkeit robuster Portfolios deutlich vor Augen.

Investitionen in Gold und Goldminenaktien dienen seit jeher vielen Anlegern als wichtiger Baustein im Portfolio, um sich in Krisenzeiten abzusichern. Auch in der aktuellen Situation sprechen einige Gründe für ein Halten von Gold: Dazu zählen die anhaltende Unsicherheit, sinkende Realrenditen und nicht zuletzt auch der günstige Einstiegszeitpunkt in Minenaktien, die in den vergangenen Monaten teils starke Kursverluste hinnehmen mussten.

Die Unsicherheit hält an

Während sich weite Teile Asiens auf dem Weg zur Normalität befinden, leidet die europäische Wirtschaft unter ähnlich drakonischen Sicherheitsmaßnahmen wie China im Februar. In den USA hingegen gibt es bislang keine flächendeckenden äquivalenten Maßnahmen. Die Virusausbreitung in den USA wird noch dazu durch das unzureichende Gesundheitssystem verschärft.

Für die Weltwirtschaft essenzielle Schwellenländer wie Indien, Brasilien und Mexiko lassen ebenfalls Grund zur Sorge aufkommen. Rund um die Welt sind Lieferketten massiv gestört. Zugleich dürften der Rückgang von Reisen sowie der insgesamt breite Vertrauensverlust der Verbraucher das Weltwirtschaftswachstum empfindlich treffen.

In solchen Phasen mit raschen Kursverlusten hat sich Gold, der vielbesagte sichere Hafen, häufig bewährt. In der Vergangenheit waren oft keine oder vergleichsweise geringe Verluste zu verschmerzen:

Die Realrenditen brechen ein

Historisch korrelieren Realzinsen und Gold, was sich seit der Finanzkrise noch verstärkt hat. Im vergangenen Jahrzehnt waren mehr als 30 Prozent der Änderungen des Goldpreises auf Änderungen der Realzinsen zurückzuführen. Als grobe Faustregel gilt: Bei jedem Rückgang der Realzinsen um 0,10 Prozent steigt der Goldpreis um rund 1,25 Prozent.

Derzeit liegen die Realrenditen für 10-jährige US-Staatsanleihen bei -0,45 Prozent, was einem Rückgang von mehr als 0,30 Prozent in weniger als einem Monat entspricht. Tatsächlich hat sich die schlechte Wertentwicklung von Gold, die Ende Februar beim Einbruch der breiten Aktienmärkte augenfällig wurde, wieder umgekehrt: Der Goldpreis ist mit mehr als 1.700 US-Dollar pro Feinunze auf ein Sieben-Jahres-Hoch geklettert.

Dabei schieben nicht nur die Realrenditen in den USA den Goldpreis an: Aufgrund der niedrigen Wachstumsaussichten und der extrem lockeren Geldpolitik sind die Realrenditen beinahe aller globalen Notenbanken seit Jahresbeginn massiv gefallen.

Wie Anleger in Gold und Goldminenaktien investieren können

Mit dem iShares Physical Gold ETC (ISIN: IE00B4ND3602) legen Anleger direkt in physisches Gold an, das an der größten Handelsplattform für Edelmetalle, der London Bullion Market Association, gehandelt wird.

Aufgrund der hohen Volatilität an den Aktienmärkten wurde während des jüngsten Abverkaufs nur wenig zwischen einzelnen Sektoren differenziert. Goldminenaktien, die im historischen Vergleich durchschnittlich die doppelte Wertentwicklung des Goldpreises (nach oben und unten) abbildeten, sind ebenfalls abverkauft worden. Sollte der Goldpreis anhaltend hoch bleiben, könnten ausgewählte Minenaktien von höheren Margen profitieren.

Mit dem BGF – World Gold Fund (ISIN: LU0055631609) legen Anleger in ein Portfolio globaler Goldminenaktien an. Das Fondsmanagement besteht aus Investment- und Minenexperten, die engen Kontakt zur Geschäftsführung der Minen pflegen und diese regelmäßig besuchen. Dabei wird nicht nur die Qualität der Goldminen bewertet, sondern auch soziale und ökologische Aspekte sowie die Unternehmensführung selbst (ESG). 

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