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Nyhavn in Kopenhagen: Dänische Hypothekenpfandbriefe versprechen mehr Rendite als die meisten europäischen Staatsanleihen – bei hoher Sicherheit.  | © Getty Images

Investmentstratege bei Danske Bank AM „Welche Anleihen jetzt lohnen – und welche nicht“

Warum soll ich überhaupt in Anleihen investieren, wenn die Zinsen so niedrig oder sogar negativ sind? Diese Frage bekomme ich momentan oft gestellt – und die Antwort ist einfach:

Anleger sollten in Anleihen investieren, weil sie die Stabilität in einem Portfolio erhöhen, egal ob die Zinsen hoch oder niedrig sind. Zugleich kann eine Mischung aus Aktien und Anleihen eine höhere risikobereinigte Rendite erbringen – das heißt eine höhere Rendite im Verhältnis zum eingegangenen Risiko – als eine reine Aktienanlage.

Insbesondere in Phasen mit großer Unsicherheit an den Finanzmärkten können Anleihen ein wichtiger Sicherheitsbaustein im Portfolio sein. Das haben wir zuletzt Anfang August gesehen, als Donald Trump den Handelskrieg mit einem neuen Tweet anheizte. Aktien gaben nach – und die Anleihenkurse stiegen.

Diese Anleihen bevorzugen wir

Aber welche Anleihen soll ich jetzt kaufen? So lautet üblicherweise die nächste Frage. Um sie zu beantworten, haben wir diejenigen Zinspapiere aufgeführt, die unserer Meinung nach aktuell am interessantesten sind.

  • Globale Staatsanleihen: Staatsanleihen tragen stark zur Risikostreuung in einem Portfolio bei. Solange politische Risiken (wie der Handelskrieg und der Brexit) für Unsicherheit sorgen, dürften sich Staatsanleihen gut entwickeln, auch wenn die Zinsen niedrig sind. Auf Zwölf-Monats-Sicht werden die Zinsen unseres Erachtens nach weiterhin niedrig bleiben. Ganz besonders empfehlen wir dänische Pfandbriefe, die etwas mehr Rendite abwerfen als die meisten europäischen Staatsanleihen und dennoch ein Höchstmaß an Sicherheit bieten.
  • Investment Grade-Unternehmensanleihen: Investment-Grade-Anleihen sind die sichersten Unternehmensanleihen mit hoher Bonität. Sie sind etwas höher verzinst als Staatsanleihen. Die Nachfrage wird durch die Jagd der Anleger nach positiven Renditen unterstützt, aber nicht zu jedem Risiko.
  • Schwellenländeranleihen: Schwellenländeranleihen werden hauptsächlich von den Regierungen der Entwicklungsländer rund um den Globus emittiert. Diese Anleihen erzielen eine deutliche Mehrrendite im Vergleich zu sichereren Staatsanleihen beispielsweise aus Deutschland, den USA oder auch Dänemark. Obwohl einzelne Schwellenländer, wie aktuell Argentinien, häufig vor großen Herausforderungen stehen, erscheint dieses Anleihensegment unserer Ansicht nach momentan insgesamt robust und wird unter anderem von den allgemein gesunden Staatshaushalten und den sinkenden Zinsen in den USA unterstützt. Niedrigere US-Zinsen kommen vielen Schwellenländern zugute, deren Schulden auf US-Dollar lauten. Wir sehen das größte Potenzial bei Schwellenländeranleihen, die in Hartwährung wie US-Dollar oder Euro emittiert wurden.

Wir sind skeptisch bei Hochzins-Unternehmensanleihen

Die Emittenten von Unternehmensanleihen aus dem Hochzinssegment verfügen über eine geringere Bonität als Unternehmen, die Investment Grade-Unternehmensanleihen herausgeben. Für Gläubiger bedeutet dies ein höheres Risiko. Unserer Ansicht nach haben die Kurse dieser Anleihen nicht mit der konjunkturellen Entwicklung Schritt gehalten. Die Zinsen sind im Verhältnis zum Investitionsrisiko zu niedrig.

Anleihen bieten Sicherheit und Renditemöglichkeiten

Auf übergeordneter Ebene haben wir in unseren Portfolios gegenwärtig eine kleine Übergewichtung in Aktien und eine entsprechende kleine Untergewichtung in Anleihen. Diese Verteilung zwischen den beiden Anlageklassen werden wir vermutlich noch länger beibehalten.

Unserer Ansicht nach bieten Aktien mit Blick auf die kommenden zwölf Monate ein höheres Renditepotenzial, was andererseits jedoch mit höheren Risiken einhergeht. Falls die Weltwirtschaft noch weiter ins Wanken gerät, was wir für vorstellbar halten, sind es Anleihen, die sowohl Sicherheit als auch Renditemöglichkeiten offerieren.

Hinweis: Diese News ist eine Mitteilung des Unternehmens und wurde redaktionell nur leicht bearbeitet.

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