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Im ersten Halbjahr Investoren geben Insurtechs so viel Geld wie nie zuvor

Handschlag
Handschlag: Insurtechs holten sich im ersten Halbjahr einige starke Investoren ins Boot. | Foto: pondsaksit / Getty Images

Rekordverdächtige Finanzierungsrunden für Insurtechs weltweit vermeldet der Versicherungsmakler Willis Towers Watson. Demnach erhielten die Start-ups in der ersten Jahreshälfte 2021 umgerechnet rund 6,2 Milliarden Euro. Das ist mehr Geld als in allen anderen, wohlgemerkt kompletten, Jahren zuvor.

Ein Großteil dieser Summe floss erst im zweiten Quartal 2021. Bei 162 Transaktionen kauften sich Investoren mit 4 Milliarden Euro in Insurtechs ein. Das bedeutet einen Anstieg von 210 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Und es ist mehr als jede Gesamtsumme der Jahre vor 2019.

Im zweiten Quartal 2021 stiegen nicht nur die Geldsummen der zeitlich späteren und daher traditionell hochvolumigen Finanzierungsrunden. Auch in Frühphasen-Deals kam deutlich mehr Geld zusammen als in den vorangegangenen Jahren. Willis Towers Watson beziffert das Plus gegenüber dem ersten Quartal auf 9 Prozent. Gegenüber dem zweiten Quartal 2020 verdreifachte sich das Volumen sogar.

Der Makler spricht in seiner Studie von 15 sogenannten Mega-Runden, in denen jeweils mindestens 84 Millionen Euro flossen. Diese großen Deals summieren sich auf 2,8 Milliarden Euro oder, anders gesagt, rund zwei Drittel der gesamten Finanzierungsrunden im zweiten Quartal.

Auch aus Deutschland kommt ein Nutznießer dieser Mega-Runden: Der digitale Versicherer Wefox bekam 546,1 Millionen Euro. Der in Großbritannien ansässige Versicherer für Haustiere MGA Bought By Many erhielt 294,1 Millionen Euro. Und der Dienstleister Shift Technology aus Paris freute sich über 184,8 Millionen Euro.

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