Investoren-Umfrage: Jeder fünfte Private-Equity-Manager wird scheitern

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Laut den jüngsten Ergebnissen des „Global Private Equity Barometer“ von Coller Capital rechnen institutionelle Investoren mit massiven Veränderungen in der Private-Equity-Branche. Die meisten davon führen sie selbst durch umfangreiche Portfolioumstrukturierungen herbei.

54 Prozent der insgesamt 110 befragten Private-Equity-Anleger aus der ganzen Welt sind der Ansicht, dass Private Equity mehr als früher angenommen mit börsennotierten Aktien korreliert. Sie erwarten zudem, dass ein Fünftel der Private-Equity-Manager in der nächsten Zeit scheitern wird.

Die Bedeutung des Zweitmarkts nimmt sowohl beim Kauf als auch beim Verkauf von Private-Equity-Beteiligungen zu.

„Das Interesse der Anleger an Verkäufen von Private-Equity-Beteiligungen auf dem Sekundärmarkt hat ein bisher nicht gekanntes Ausmaß erreicht“, so die Forscher. Mehr als ein Drittel der institutionellen Investoren in Nordamerika, ein Viertel der professionellen Anleger in Europa und rund 42 Prozent der Investoren im Asien-Pazifik-Raum planen einen Verkauf von Private-Equity-Beteiligungen in den nächsten zwei Jahren. Im Sommer 2008 hat nur ein Fünftel der Anleger überhaupt jemals eine Beteiligung auf dem Zweitmarkt verkauft.

Ähnlich sieht das bei den Kaufabsichten aus: Etwa ein Drittel der Befragten in Nordamerika (30 Prozent) und in Europa (35 Prozent) – und über zwei Drittel der Anleger im Asien-Pazifik-Raum (68 Prozent) – wollen Private-Equity-Beteiligungen in den nächsten zwei Jahren über den Zweitmarkt erwerben.

Europäische Anleger mögen China und Indien

Wenn es um Australien und Asien geht, setzen europäische Private-Equity-Anleger auf die Schwellenmärkte. So machen China und Indien einen doppelt so großen Teil des Portfolios aus als die besser entwickelten Private-Equity-Märkte Australasiens, Japans und Koreas.

Die nordamerikanischen Portfolios im Asien-Pazifik-Raum sind hingegen etwas gleichmäßiger verteilt: Die amerikanischen Großinvestoren legen 53 Prozent ihres Private-Equity-Vermögens in Schwellenländer und 42 Prozent in die Industrieländer des Asien-Pazifik-Raums an.

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