Ishares mit neuen Swap-ETFs und neuem System

Ishares, die ETF-Tochter der Investmentgesellschaft Blackrock, lässt heute zwei neue Produkte an der Londoner Börse listen: einen ETF auf russische und einen auf indische Aktien.

Dabei setzt Ishares die Fondsportfolios diesmal nicht aus den jeweiligen Aktien der Indizes zusammen – eine Bauart, die es bisher immer bevorzugt hat, und es auch heute noch tut. Vielmehr nutzt sie hier für die Fonds ein Portfolio als Grundlage, die mit den abgebildeten Indizes nichts zu tun haben. Die gewünschte Wertentwicklung des Index liefert ein Vertragspartner über eine Tauschvereinbarung (Swap). Der Swap wird als Versprechen ins Portfolio gebucht und bringt es so auf eine Linie mit dem Index.

Das Swap-System soll bei Ishares nach wie vor zweite Wahl bleiben. Auf solch exotischen Märkten wie Russland, Indien oder etwa Südamerika hatte es aber keine andere Möglichkeit. Denn hier ist es oftmals gar nicht möglich, die nötigen Aktien für den Indexnachbau zu vernünftigen Preisen zu kaufen.

Künftig will Ishares auf seiner Internetseite täglich angeben, mit welchem Anteil vom Portfolio die Swap-Partner aktuell in der Pflicht stehen. Kritiker der Swap-Technik bemängeln gern, dass dieser Anteil lediglich ein Versprechen ist. Und Versprechen können ja ausfallen.

Um das Risiko zu minimieren, dass das passiert, nutzt Ishares gleich drei Banken als Swap-Partner: Royal Bank of Scotland, Credit Suisse und UBS. Weitere Partner sind geplant. Diese Technik ist nicht ganz neu. Unter anderem die Konkurrenten Source und ETFSecurities arbeiten ähnlich.

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