Ishares mit sechs neuen ETFs

Der Ishares Markit iBoxx $ High Yield Capped Bond setzt auf hochverzinsliche Unternehmensanleihen. Der Fonds investiert physisch über in den zugrunde liegenden Index: Das heißt, Ishares versucht, über eine Auswahl der Wertpapiere, die im Index vertreten sind, den Index möglichst genau abzubilden.

Ähnlich geht das Unternehmen auch beim Ishares Barclays Capital EM Asia Local Govt Capped Bond vor. Der Fonds investiert in Staatsanleihen, die von asiatischen Schwellenländern in der jeweiligen Lokalwährung ausgegeben werden. Der ETF enthält Anleihen aus Südkorea, Indonesien, Thailand, Malaysia und den Philippinen, wobei der Anteil eines Landes auf maximal 40 Prozent des Fondsvermögens begrenzt ist.

Swap-ETFs auf den breiten Rohstoffmarkt, Energierohstoffe und Industriemetalle

Die neuen Rohstoff-ETFs von Ishares – Ishares S&P GSCI Dynamic Roll Commodity Swap, Ishares S&P GSCI Dynamic Roll Energy Swap und Ishares S&P GSCI Dynamic Roll Industrial Metals Swap – bilden die S&P GSCI Dynamic Roll Indizes ab. Wie diese gewichten sie die einzelnen Rohstoffe nach der jeweiligen weltweiten Produktionsmenge. Allerdings wählen die S&P GSCI Dynamic Roll Indizes beim Wechsel der auslaufenden Kontrakte in Futures mit längeren Restlaufzeiten jeweils die günstigsten liquiden Papiere entlang der Futures-Kurve.

Die Abbildung der Rohstoffmärkte erfolgt nicht wie bei den beiden Renten-ETFs über eine direkte Index-Nachbildung, sondern mit Hilfe mehrerer Vertragspartner, die die gewünschte Wertentwicklung des Index über eine Tauschvereinbarung (Swap) liefern. Der Swap wird als Versprechen ins Portfolio gebucht und bringt es so auf eine Linie mit dem Index.

Der Ishares S&P GSCI Dynamic Roll Agriculture Swap wettet auf Lebensmittel-Preise

Die in Deutschland entfachte öffentliche Diskussion über die Nahrungsmittel-Spekulationen scheint indes bei der Blackrock-Tochter noch nicht angekommen zu sein. Denn bei dem sechsten neuen Fonds der Gesellschaft, dem Ishares S&P GSCI Dynamic Roll Agriculture Swap handelt es sich um einen Indexfonds, der auf Agrarrohstoffe setzt.
Hintergrundinfo: Die öffentliche Diskussion über die Fragwürdigkeit der Lebensmittel-Spekulationen entfachte, nachdem die verbraucherorganisation "Foodwatch" im vergangenen Oktober ihren Bericht „Die Hungermacher“präsentierte. Darin gibt der Autor Harald Schuhmann den Banken eine Mitschuld an steigenden Lebensmittelpreisen. Weitere Studien gehen davon aus, dass Spekulanten für 15 Prozent der Preissteigerungen – und damit für bis zu 240 Millionen hungernde Menschen zusätzlich – verantwortlich sind.

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