Der Weltraum galt lange als Domäne von Behörden und staatlichen Raumfahrtprogrammen. Das ändert sich gerade grundlegend. Gut kapitalisierte private Unternehmen drängen in den Markt, die Startkosten sinken, die Nachfrage nach Satelliten wächst. Blackrock sieht darin ein langfristiges Investmentthema und hat deshalb den iShares Space Technologies ETF (ISIN: IE000A9G9R73) unter dem Börsenkürzel STAR auf den Markt gebracht. Dieser ist an der Euronext Amsterdam sowie an der Xetra notiert und richtet sich an europäische Anleger, die gezielt in die wachsende Raumfahrtwirtschaft investieren wollen.

Was steckt im Index?

Als Basis dient der Stoxx Global Space Satellites and Drones Index. Er umfasst Unternehmen aus der Raketen-, Satelliten- und Drohnenfertigung sowie deren Zulieferer. Dabei kommt eine zweistufige Methode zum Einsatz: Zunächst identifiziert der Index über die Umsatzklassifizierungen jene Unternehmen, die mindestens 25 Prozent ihrer Einnahmen aus dem Bereich Raumfahrt, Drohnen oder Satelliten erzielen. Darüber hinaus fließen auch Unternehmen ein, die über Lieferkettendaten als bedeutende Teile des Ökosystems erkennbar sind – auch wenn sie nicht direkt als Raumfahrtunternehmen eingestuft werden.

Neu gelistete Unternehmen kommen schneller rein

Ein Merkmal des ETF sticht besonders hervor: der sogenannte IPO-Schnellaufnahme-Mechanismus. Bisher nehmen klassische Indizes neu an der Börse gelistete Unternehmen erst bei der nächsten regulären Überprüfung auf – und das kann Monate dauern. Blackrock-Analysen zufolge entsteht so eine Lücke zwischen dem Börsenstart eines Unternehmens und seiner tatsächlichen Aufnahme in den Index.

Der Stoxx-Index, den STAR abbildet, schließt diese Lücke mit einem zwischenperiodischen Überprüfungsverfahren. Qualifizierte Neuemissionen können dadurch in der Regel bereits zehn bis 30 Tage nach dem Börsengang in den Index aufgenommen werden.

Die Eckdaten

Die Gesamtkostenquote (TER) des ETFs liegt bei 0,50 Prozent pro Jahr. STAR wird in US-Dollar gehandelt, die Erträge werden thesaurierend. Der ETF ist unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich, Irland, Italien, Luxemburg und dem Vereinigten Königreich zum Vertrieb zugelassen.