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Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg: Anleger achten vermehrt darauf, ob Konzerne Faktoren wie Umwelt oder Soziales im Geschäftsalltag berücksichtigen.  | © Getty Images

iShares zu nachhaltigen Finanzanlagen „Anleger müssen keine Abstriche bei der Rendite machen“

„Fridays for Future“-Schülerdemos, Tipps zum nachhaltigen Leben für Jedermann, Biolebensmittel in allen Supermärkten – das Thema Umwelt ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auch in der Geldanlage hat sich das einstige Nischenthema zum Mainstream entwickelt.

Beim nachhaltigen Investieren geht es neben der Umweltfreundlichkeit auch um eine Unternehmensführung nach den sogenannten ESG-Kriterien. Damit werden Umweltfreundlichkeit („Environment“), soziale Verträglichkeit („Social“) und Unternehmensführung („Governance“) beurteilt.

Zum Erfolg ESG-basierter Anlageprodukte beigetragen hat auch die Erkenntnis, dass nachhaltiges Investieren nicht mit niedrigeren Renditen einhergehen muss. Es deutet sogar einiges darauf hin, dass Investieren nach ESG-Standards entsprechende Risiken mindern kann. Der Umgang eines Unternehmens mit den ökologischen und sozialen Aspekten seiner Tätigkeit scheint also Rückschlüsse auf dessen Effizienz, Produktivität und Robustheit zuzulassen.

Erfolgsfaktor ESG-Kriterien

iShares bietet schon länger ETFs mit ESG-Filter an. Der Filter schließt Unternehmen aus, die in Verbindung mit kontroversen Produkten und Dienstleistungen stehen. Dazu zählen etwa fossile Brennstoffe, Tabak und Waffen. Darüber hinaus hat iShares sogenannte SRI-ETFs aufgelegt. Das Kürzel SRI steht dabei für „Social Responsible Investment“. Anleger finden hier Unternehmen mit den besten ESG-Werten in jedem Sektor.

Zudem können Anleger aus thematischen ETFs und Impact-ETFs wählen. Diese Anlageprodukte bilden Unternehmen ab, die eine messbare soziale oder ökologische Wirkung auf die Gesellschaft haben.

Eine neue Art von ESG-ETFs sind sogenannte ESG Enhanced ETFs. Dabei stehen Unternehmen im Fokus, die höchsten ESG-Standards entsprechen. Die dafür zugrunde liegenden Daten stammen von MSCI – dem global führenden Indexanbieter von ESG-Unternehmensbewertungen. Kontroverse Geschäftsfelder sind in ESG Enhanced ETFs tabu, etwa solche aus den Bereichen Atomwaffen, Braunkohle und Tabak.

ESG Enhanced ETFs tragen unter anderem zu einer besseren CO2-Bilanz bei. Ziel ist eine CO2-Reduktion von mindestens 30 Prozent. Die Fondskategorie hat einen niedrigen Tracking-Error gegenüber dem Ursprungsindex. Angestrebt werden maximal 50 Basispunkte für entwickelte Märkte und 100 Basispunkte für Schwellenländer des Ursprungsindex. Bei der Diversifikation müssen Anleger mit ESG Enhanced ETFs keine Abstriche machen. Es sind stets mehr als 90 Prozent der Unternehmen aus dem Ursprungsindex enthalten.

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