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Passanten vor einem Plakat mit Staats-Chef Xi Jinping in Peking: Wie sich Chinas Aktienmarkt in den kommenden Jahren entwickelt, hängt auch von dessen Politik ab. | © Getty Images

iShares zum chinesischen Aktienmarkt Die Einstellung zu China-Aktien dürfte sich weltweit ändern

Manchmal lohnt sich ein zweiter Blick, zum Beispiel auf China. Die Medien sind voll von wenig aufmunternden Nachrichten wie dem Handels- und Währungsstreit. Während dieser immer noch sein Ende sucht, hat sich Chinas Konjunktur, trotz Regierungsbemühungen, verlangsamt. Beides dürfte Anleger kaum zu Investitionen anregen.

In der Tat haben Marktbeobachter kurz- bis mittelfristig verhaltene Erwartung an die chinesische Wirtschaftsentwicklung. Dennoch dürften Anleger, die ihr Portfolio diversifizieren, von einem entscheidenden Wendepunkt an Chinas Markt – dem zweitgrößten nach den USA – profitieren. Doch spiegelt sich das bereits in den Portfolios internationaler Investoren wider?

Peking öffnet seinen Kapitalmarkt

Lange war es schwierig, von einer Anlage in chinesische Aktien und Anleihen zu profitieren. Ausländische Investoren hatten nur Zugang zu sogenannten H-Aktien, Red Chips und P-Chips. Diese machten knapp die Hälfte des Gesamtvolumens am chinesischen Aktienmarkt aus. Die Folgen einer jahrzehntelangen Beschränkung sind offensichtlich: Einer Gesamtmarktkapitalisierung des chinesischen Aktienmarkts von 7,4 Billionen US-Dollar stehen lediglich 350 Milliarden US-Dollar gegenüber. Diese sind weltweit in Fonds mit China-Fokus investiert.

Nun öffnet die Regierung in Peking die Kapitalmärkte zunehmend. Seit einiger Zeit sind beispielsweise chinesische A-Aktien, die ausländische Institute zuvor nur unter großen Restriktionen handeln konnten, deutlich leichter zugänglich. Ein weiterer großer Teil des chinesischen Aktienmarktes ist jetzt bereit für internationales Kapital, konkret weitere 38 Prozent, wie die nachfolgende Grafik zeigt.

Von der taktischen Nische zum unverzichtbaren Bestandteil

Anteil der Aktienarten an der Gesamtkapitalisierung in China: Die Regierung in Peking öffnet die Märkte jetzt zunehmend. Quelle: MSCI, Stand: 30. April 2019

Perspektivisch könnte weitaus mehr Kapital in chinesische Aktien fließen – mit Kurs-Chancen für Anleger. Der Stellenwert von China-Aktien dürfte sich damit weltweit verschieben: von einer taktischen Nische zu einem unverzichtbaren Bestandteil eines diversifizierten Portfolios.

Chinesische Staatsanleihen bieten neue Anlagemöglichkeiten

Auf der Anleiheseite zeigt sich ein ähnliches Bild: Bislang waren chinesische Lokalwährungsanleihen fast ausschließlich in chinesischer Hand (98 Prozent). Mit der Aufnahme chinesischer Staatsanleihen sowie von Anleihen staatsnaher Banken in den globalen Anleihe-Index Bloomberg Barclays Global Aggregate Bond dürfte sich das ändern. Seit April 2019 werden die Positionen im Index aufgebaut. Bis 2020 soll der Prozess abgeschlossen sein. Dann entfallen von den 54 Billionen US-Dollar, die im Index berücksichtigt sind, rund 6 Prozent auf mehr als 300 chinesische Wertpapiere.

Chinesische Anleihen weisen einerseits, im Vergleich zu Staatsanleihen entwickelter Märkte, eine sehr niedrige Korrelation auf. Andererseits überzeugen sie mit verschiedenen Laufzeiten und aussichtsreicheren Erträgen – auch gegenüber Staatsanleihen aus den USA, Europa oder Japan. Anleger können chinesische Anleihen gezielt, kostengünstig und transparent mit ETFs umsetzen. Denn diese sind inzwischen sowohl an den Aktien- wie an den Anleihemärkten verfügbar.

Weitere Informationen finden Sie hier.

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