André Wreth von Enrexa Capital Investors

André Wreth von Enrexa Capital Investors

„Italien ist der attraktivste Markt für Solaranlagen weltweit“

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DAS INVESTMENT.com: Herr Wreth, laut dem letzten Prospektnachtrag bietet der Azzurro Uno Anlegern eine Ausstiegsoption. Was hat es damit auf sich?

André Wreth: Der Solarfonds Azzurro Uno ist ein langfristiges Investment mit einer Laufzeit von rund 20 Jahren. Zudem bieten wir Anlegern - absolut neuartig - Rückgabeoptionen nach 5,10 und 15 Jahren an. Die jeweilige Kaufpreisermittlung wird durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer erfolgen.

DAS INVESTMENT.com: Warum haben Sie die Ausstiegsoptionen ins Fondskonzept eingebaut?

Wreth: Wir wollen mit diesen Optionen den zunehmenden Bedürfnissen unserer Anleger nach mehr Flexibilität in der Vermögensanlage nachkommen. Anleger, die aktuell unseren Fonds zeichnen, erhalten bei der Rückgabe nach 5 Jahren eine durchschnittliche steuerfreie Rendite von 6,29 Prozent, nach 10 Jahren von 8,45 Prozent und nach 15 Jahren von 9,13 Prozent.

DAS INVESTMENT.com: Wird Italien die Einspeisevergütung von Solarstrom noch weiter senken?

Wreth: Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind stabil und sicher. Die italienische Regierung stellte Anfang des Jahres fest, dass das starke Wachstum der Photovoltaikbranche die vorgesehenen Volumina des Einspeisegesetzes Conto Energia III sprengt. Zum 1. Juni 2011 trat nun das Conto Energia IV in Kraft, welches die alte Volumenbegrenzung aufgehoben hat. Zukünftig werden Aufdachanlagen bis ein Megawatt Kapazität besonders gefördert.

DAS INVESTMENT.com:
Wie lange können Anleger fest mit diesen gesetzlichen Rahmenbedingungen planen?

Wreth: Das neue Gesetz regelt die Einspeisevergütung bis zum Jahr 2016. Ab 2017 sollen sich Photovoltaikanlagen in Italien durch den Verkauf des produzierten Stroms am freien Markt tragen. Beide Richtungsweisungen empfinde ich als vernünftig und sinnvoll auf unserem Weg zur dezentralen Energieversorgung durch erneuerbare Energien.

DAS INVESTMENT.com: Geringere Einspeisevergütungen bedeuten geringe Einkünfte. Wie können Sie die entgangenen Subventionen an anderer Stelle kompensieren?

Wreth:
Die neuen Regelungen zwingen den italienischen Markt mit den Preisen für Projektrechte und Ingenieurleistungen wieder zurück auf den Boden der Tatsachen. Vor allem erleben wir aber bei der Wechselrichtertechnik und den Modulen Effizienzsteigerung bei gleichzeitig sinkenden Preisen. Allein die Preise für Solarmodule sind in den vergangenen neun Monaten um rund 30 Prozent gefallen.

DAS INVESTMENT.com:
Ihr Ausblick für Italiens Solaranlagenmarkt?

Wreth:
Das Potenzial in Italien ist enorm, wenn man bedenkt, dass bisher in Italien weniger Solaranlagen gebaut wurden als allein 2010 in Deutschland. Italien bleibt der attraktivste Markt der Welt für Photovoltaikanlagen.

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