IWF-Kredite werden fällig

Griechenland-Gespräche festgefahren

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Athen benötigt eine Einigung, bevor Anfang Juni Zahlungen an den Internationalen Währungsfonds in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro fällig werden.

In den jüngsten Gesprächsrunden, die die Freigabe von Rettungsgeldern für Griechenland zum Ziel haben, sind nach Angaben informierter Kreise keine nennenswerten Fortschritte erzielt worden. Die erste Zahlung an den Internationalen Währungsfonds ist am 5. Juni fällig.

Das Tauziehen zwischen Griechenland und seinen Gläubigern wird voraussichtlich Gesprächsthema am Rande eines Treffens der Finanzminister und Notenbankchefs der G-7-Staaten sein, das am Abend in Dresden beginnt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Francois Hollande wollen bis Ende Mai eine Einigung mit Griechenland erreichen. Der griechische Regierungssprecher Gabriel Sakellaridis bezeichnete den Termin bereits als machbar.

Der amerikanische Finanzminister Jacob J. Lew werde sich bei seinen G-7-Amtskollegen für einen konstruktiven und pragmatischen Ausgang der Verhandlungen einsetzen, sagte ein Vertreter seines Ministeriums zuletzt. Komme keine Einigung zustande, so könne das unabsehbare Folgen für die europäische und die Weltwirtschaft haben, sagte der Offizielle.

Die Europäische Zentralbank wird im Tagesverlauf ihre wöchentliche Telefonkonferenz abhalten, um die Liquiditätsversorgung der griechischen Banken zu begutachten. Diese sind von der Refinanzierung über den Kapitalmarkt ausgeschlossen und auf Europäische Zentralbank-Hilfen angewiesen.

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