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Ein Kohlebergwerk in Deutschland. Die fallenden Rohstoffpreise sind laut dem aktuellen Halbjahresbericht des IWF einer der Gründe für die Entstehung neuer Marktturbulenzen. Foto: Getty Images

Ein Kohlebergwerk in Deutschland. Die fallenden Rohstoffpreise sind laut dem aktuellen Halbjahresbericht des IWF einer der Gründe für die Entstehung neuer Marktturbulenzen. Foto: Getty Images

IWF-Prognose

Weltweit zunehmende Finanzrisiken und schwaches Wachstum erwartet

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Die düstere Konstellation „macht eine breit aufgestellte Antwort durch die Politik in den einzelnen Ländern und gemeinschaftlich zusehends dringlicher, um das Wachstum zu steigern, Schwachstellen unter Kontrolle zu bringen und das Vertrauen zu festigen", schrieb der IWF in seinem Halbjahresbericht zur globalen Finanzstabilität. Ohne ein solches Eingreifen sei die Rückkehr von Marktturbulenzen möglich, die letzten Endes auch die Gefahr einer anhaltenden Konjunkturflaute mit sich brächten, in der die Finanzinstitutionen „für einen längeren Zeitraum" mit geschwächten Bilanzen zu kämpfen hätten.

Der Bericht greift Themen auf, die in dem am Dienstag veröffentlichten Konjunkturausblick des IWF angeklungen sind, in dem der Fonds seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft zurücknahm und darauf hinwies, dass die Welt stärker negativen Schocks ausgeliefert sei. Im Vorfeld der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank, zu der sich Finanzminister und Notenbanker diese Woche in Washington versammeln, schlagen die Aussagen einen pessimistischen Ton an.

Lösungsansätze

Erneute Marktturbulenzen könnten eine „verheerende Rückkoppelungsschleife aus brüchigem Vertrauen, schwächerem Wachstum, niedrigerer Inflation und steigenden Schuldenlasten" auslösen, stellt der Bericht fest. „Die finanzielle Solidität könnte in einem solchen Ausmaß erodieren, dass mittelfristig sowohl das Wirtschaftswachstum als auch die Finanzstabilität Schaden nehmen könnten."

Der Bericht zeigt den Verantwortlichen zwei Pfade auf: lässt sich die Stagnation umgehen, könnte in der Folge die Leistung der Weltwirtschaft die Basisprognosen bis 2018 um 1,7 Prozent übertreffen. Gelingt dies nicht, so könnte die Wirtschaftsleistung bis 2021 um 3,9 Prozent unter der Basisprojektion liegen, schreibt der IWF.

Wie in vorangegangenen Berichten empfiehlt der IWF Regierungen in aller Welt, Strukturreformen anzugehen, eine akkommodierende Geldpolitik und eine umsichtige Unterstützung durch die Haushaltspolitik.

Die Banken in den Industrieländern seien „in den vergangenen Jahren sicherer geworden", Anfang 2016 aber vom Markt unter Druck gesetzt worden. Der IWF fordert den Euroraum auf, „dringend" das Thema der zunehmenden notleidenden Kredite in Angriff zu nehmen.

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