IWF-Zahlung ausgelassen

Athen zahlt fällige Samurai-Bonds zurück

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Masako Shiono, eine Sprecherin der mit der Abwicklung beauftragten japanischen Bank Mizuho Financial Group, bestätigte die Rückzahlung. Die fällige Summe belief sich auf 11,67 Milliarden Yen (86 Millionen Euro), wie aus Daten von Bloomberg hervorgeht. Der Kurs der Papiere war am 10. Juli auf 44,73 Yen gesunken, gegenüber 80,35 Yen am 1. Juni.

Griechenland entschied sich dafür, die Verbindlichkeiten gegenüber privaten Gläubigern zu honorieren, ließ aber eine weitere Zahlung an den Internationalen Währungsfonds über rund 456 Millionen Euro aus, die am Montag fällig war. Damit befindet sich das Land gegenüber dem IWF nun mit rund 2 Milliarden Euro im Zahlungsverzug.

Nach Einschätzung von Daiwa Securities Group wird der IWF warten, bis er sein Geld zurück erhält, was institutionelle Investoren aber nicht tun würden. Ein Zahlungsausfall auf die Samurai-Bonds - in Yen denominierte und auf dem japanischen Markt aufgelegte Anleihen ausländischer Emittenten - hätte den Rückzahlungszeitplan verkompliziert.

„Ein Zahlungsausfall würde einen Cross-Default auslösen“, sagte Hiroaki Fujioka, leitender Anleiheanalyst bei Daiwa in Tokio. „Jeder würde sofort die Rückzahlung seiner Schulden verlangen, wobei sich der Prozess im Verlauf beschleunigen würde.“

Die jüngste Krise um Griechenland hat japanische Anleger in den letzten Wochen nicht davor abgeschreckt, Anleihen europäischer Emittenten zu kaufen. Eine Sparte der Credit Suisse Group brachte am 10. Juli eine Samurai-Anleihe im Volumen von 110 Milliarden Yen an den Markt. Die französische Caisse des Dépôts et Consignations hat in dieser Woche mit der Vermarktung von Yen- Papieren begonnen.

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