Bislang konzentrierte sich Jamestown auf geschlossene Immobilienfonds mit Fokus auf den US-Markt. Nun erweitert der Anbieter sein Portfolio um den neuen Fonds „Jamestown Europa“, der in Bestandsimmobilien im Euroraum investiert.
Bereits im Jahr 2018 hatte das Unternehmen eine europäische Plattform gegründet. Inzwischen beschäftigt das Unternehmen in diesem Bereich 100 Mitarbeiter und verwaltet etwa 900 Millionen Euro – verteilt auf 16 Immobilien in acht Ländern. Insgesamt liegen die Assets under Management laut Unternehmen bei mehr als 12 Milliarden Euro. Mehr als 80.000 Privatanlegern hätten bereits in die geschlossenen Jamestown-Fonds investiert, heißt es.
Schwerpunkt liegt auf vier Kernmärkten
Der neue geschlossene Publikums-AIF orientiert sich strukturell an den US-Fonds von Jamestown. Geografisch konzentriert sich der Fonds auf vier Kernmärkte: Deutschland, die Niederlande, Spanien und Portugal. Bei der Nutzungsart setzt Jamestown auf einen diversifizierten Ansatz: 60 Prozent des Volumens sollen in Einzelhandel, Büro oder gemischt genutzte Objekte fließen, der Rest in andere Segmente wie Wohnen. Geplant seien drei bis fünf Objekte im Portfolio.
Als erste Immobilie wurde ein Häuserkomplex in der Oranienburger Straße 4-5 in Berlin erworben, in unmittelbarer Nähe der Hackeschen Höfe. Das Gebäude mit knapp 4.000 Quadratmetern Mietfläche wird gemischt genutzt: zur Hälfte als Bürofläche, zu je einem Viertel für Einzelhandel und Gastronomie sowie Wohnen. Für das zweite Objekt schaue man sich im Ausland um, erklärt Jamestown-Geschäftsführer Fabian Spindler.
Mindestanlage geringer als bei US-Fonds
Der neue Fonds richtet sich explizit an Privatanleger. Investoren können sich ab 10.000 Euro beteiligen – deutlich weniger als bei den US-Fonds, für die eine Mindestanlage von 30.000 US-Dollar erforderlich ist. Die Zielgröße liegt bei rund 50 Millionen Euro Fondseigenkapital. Geplant seien jährliche Ausschüttungen von zunächst 3 Prozent bis Ende 2026, ab dem 1. Januar 2027 sollen es 5 Prozent sein.
Nach dem Verkauf der Immobilien sollen Anleger 110 Prozent ihrer Einlage erhalten, darüberhinausgehende Erlöse werden im Verhältnis zwei Drittel zu einem Drittel zwischen Anlegern und Jamestown aufgeteilt. Die geplante Fondslaufzeit beträgt sieben bis zwölf Jahre. Jamestown will sowohl Bestandskunden als auch neue Zielgruppen ansprechen.
Einstieg in schwierigem Marktumfeld
Jamestown-Geschäftsführer Spindler sieht gerade in dem derzeit verhaltenen Marktumfeld eine Chance: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um in Immobilien zu investieren, weil die Preise gesunken sind.“ Es gebe nun gute Investitionsmöglichkeiten, weil gute Immobilien auf dem Markt seien.
