Janus-Fonds in Not

Bill Gross spricht von großen Chancen

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Schlechte Zeiten für Bill Gross: Seine großangelegte Wette gegen 10-jährige deutsche Bundesanleihen, die er selbst als den „Short des Lebens“ bezeichnete, schlug fehl. Der von Gross erwartete Crash auf dem Anleihemarkt trat nicht ein. Das kostete Gross‘ Fonds Janus Global Unconstrained Bond nicht nur Rendite, sondern auch Anlegervertrauen: Die Investoren zogen im Mai knapp 12 Millionen US-Dollar aus dem Produkt ab. Kein Wunder, schließlich schnitt der Fonds des Pimco-Gründers und einstigen Rentenstars mit einem Minus von 0,63 Prozent schlechter ab als 95 Prozent seiner Konkurrenzprodukte.    

Ein Grund zu verzweifeln? Nicht für Bill Gross. In seinem jüngsten Marktkommentar spricht der Janus-Fondsmanager von großen Chancen. Er habe zwar Fehler gemacht, gibt Gross zu. Denn seine Wette sei zwar „zeitlich gut festgelegt, aber nicht unbedingt gut durchgeführt“ gewesen. 

Trotzdem ergeben sich laut Gross interessante Möglichkeiten aufgrund der Niedrigzinspolitik der Notenbanken weltweit. So befänden sich EZB und die Fed in verschiedenen Zyklen. Das führe zu Ungleichgewichten in globalen Assetpreisen, die man mittels Arbitragegeschäften ausnutzen könne. „10-jährige Treasuries handeln gegenüber 10-jährigen Bunds beispielsweise mit einer Prämie von 175 Basispunkten im Vergleich zu einem historischen Wert von 25 Basispunkten“, so begründet Gross seine Entscheidung, US-Schatzbriefe zu kaufen und Bundesanleihen zu verkaufen. 

Vereinfacht ausgedrückt: Es hätte auch gut gehen können. Ist es aber nicht. Und nun? Jetzt schließt sich Gross wohl dem Mainstream an. Er hält US-Papiere für überbewertet: Die 10-jährigen US-Rendite notieren laut Gross 50 Basispunkte zu hoch. Spanien hingegen sei um 50, Deutschland sogar um 100 Basispunkte unterbewertet. 

>> Den vollständigen Kommentar finden Sie hier

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