Die liquidesten Aktien der Tokioter Börse
Nicht nur durch seine günstige Gesamtkostenquote macht der ausschüttende Xtrackers Nikkei 225 ETF (ISIN: LU0839027447) auf sich aufmerksam. Das Fondsvolumen des im Januar 2013 in Luxemburg aufgelegten Aktien-ETFs beträgt inzwischen stolze 2,6 Milliarden Euro. Der ETF bildet die Wertentwicklung des japanischen Leitindex Nikkei 225 physisch voll replizierend ab, das heißt der ETF investiert direkt in die im Index enthaltenen Titel.
Der Nikkei Index setzt sich aus den 225 liquidesten Aktienunternehmen verschiedener Branchen zusammen, die an der Tokioter Börse gehandelt werden. Bei der Liquiditätsbewertung der Aktien wird neben deren Handelsvolumen auch der volumenbasierte Umfang der Kursschwankungen der vergangenen fünf Jahre berücksichtigt. Die Gewichtung der im Nikkei 225 Index enthaltenen Unternehmen erfolgt dabei nach den Aktienpreisen und nicht nach der Marktkapitalisierung. Mit 10,2 Prozent Gewichtung ist die japanische Modehandelsgruppe Fast Retailing derzeit der größte Indexwert, gefolgt von Tokyo Electron, einem Hersteller von Produktionsanlagen für die Halbleiterindustrie mit 7,5 Prozent sowie dem Telekommunikations- und E-Commerce-Konglomerat Softbank Group mit einem Anteil von 4,5 Prozent.
Die Top-10-Holdings machen knapp 40 Prozent der Indexgewichtung aus, eine relative hohe Konzentration bei insgesamt 225 Index-Titeln. Die Gewichtung der Sektoren wirkt jedoch sehr ausgewogen. Technologietitel machen rund 24 Prozent des Index aus, gefolgt von zyklischen Konsumgütern mit 20 Prozent und Industriewerten mit einem Anteil von 19 Prozent.
Japan ist unter den Top 3 der wirtschaftsstärksten Industrieländer
Als erfolgreiche Volkswirtschaft belegt Japan einen Platz unter den Top 3 der wirtschaftsstärksten Industrieländer weltweit. Anleger in Europa haben in den vergangenen Dekaden jedoch kaum noch auf die Börsenentwicklungen in Japan geachtet. Seit dem Börsenhype Ende der 1980er Jahre ging es lange Zeit kräftig abwärts mit den Kursen. Eine Rückkehr zu den Rekordständen, die der Nikkei-Index einst vor 34 Jahren erzielte, galt lange Zeit als unerreichbar.
Während viele Aktienindizes der Industrieländer immer wieder neue Höhen erklimmen konnten, tat sich der Nikkei schwer und fand schließlich erst Ende 2008 bei etwa 7.000 Punkten einen Boden. Wirtschaftliche Probleme und eine ausufernde Staatsverschuldung hatten das Vertrauen der Investoren in die japanische Wirtschaft nachhaltig geschädigt.
Doch von 2013 an ging es Stück für Stück wieder aufwärts. Mit dem Wirtschaftsprogramm „Abenomics“, benannt nach dem ehemaligen Premier Shizo Abe, konnte das Wachstum wieder angekurbelt werden. Reformen, eine lockere Geldpolitik und staatliche Konjunkturprogramme sorgten für eine nachhaltige Erholung der japanischen Wirtschaft. Mit weltweit bekannten Marken wie unter anderem Mitsubishi, Toyota und Sony gilt Japan vor allem als erfolgreiche Exportnation. Dabei sind japanische Aktien noch immer deutlich niedriger bewertet als vergleichbare Unternehmen in den USA.
10,4 Prozent pro Jahr seit Auflage
Seit seiner Auflage im Januar 2013 konnte der Xtrackers Nikkei 225 ETF gut 200 Prozent an Wert zulegen, was einer durchschnittlichen Rendite inklusive Ausschüttungen von rund 10,2 Prozent per annum in Euro entspricht.
Trotz der starken Performance der japanischen Aktien beträgt der Wertzuwachs in den vergangenen drei Jahren in Euro gerade einmal 11 Prozent. Denn im Vergleich zum Euro und US-Dollar steht der Yen derzeit jedoch so tief wie lange nicht mehr. Rechnet man die Performance der Aktien von der japanischen Währung Yen in Euro um, so wie beim Xtrackers Nikkei 225 ETF, dann reduziert sich der Wertzuwachs der vergangenen drei Jahre von 44 Prozent auf lediglich 11 Prozent.
Für die japanischen exportorientierten Unternehmen hingegen ist die schwache Währung ein Vorteil im internationalen Wettbewerb. Steigende Unternehmensgewinne bei moderaten Bewertungen und die Aussicht auf hohe Dividendenrenditen sind ein perfekter Mix, der japanische Aktien weiter nach vorne bringen könnte.
Japanische Aktien im Aufwärtstrend
Der japanische Aktienmarkt hat sich längst vom Einbruch in den 1990er Jahren erholt und befindet sich in einem stabilen Aufwärtstrend. Im Vergleich zu US-amerikanischen Aktien sind japanische Aktien moderat bewertet und der Aktienmarkt bietet Investitionsmöglichkeiten in stabile und profitable Unternehmen.
Viele internationale Großinvestoren hatten Japan in den vergangenen Dekaden weniger auf dem Zettel und könnten ihre Engagements zukünftig noch ausbauen. Das würde für zusätzliche Marktliquidität sorgen und die Kurse japanischer Aktien damit in neue Höhen treiben. Sollte der Yen darüber hinaus wieder an Stärke gewinnen, könnten Euro-Investoren auch von der Währungsentwicklung profitieren. Der Xtrackers Nikkei 225 ETF bietet Anlegern eine kostengünstige Investitionsmöglichkeit in „Nippon“, dem Aktienmarkt im Land der aufgehenden Sonne.
